Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 9 (9.1840)
- Date
- 1840-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Oie Ledern de« Libanon. 171 »Ich ließnun meinen arabischen Diener mit den Last« chieren voransgehen, und nahm, geleitet von dem Maul, thiertreiber, meinen Weg durch ein kleines Schnerthal nach den Cedern. Diese stehen, 36V an der Zahl, auf unebenem Boden nahe beisammen. Dreiundzwanzig der dicksten messen 3V —4V Fuß im Umfang, aber viele von diesen haben mehr als einen Stamm. Die jüngern Bäume sind kräftig und gesund. Mehrere Aeste waren abgebro« chen von der Last des Schnees, welcher jetzt noch (am 28. Mai) 6 Fuß tief um sie herum lag». Ueber diese kleine Cedernwaldung wird uns in der Reise von Schubert nach dem Morgenlande, aus der Feder seines Begleiters Herrn Dr. Roth, folgende aus« führlichere Schilderung gegeben*): »Wir betraten den Cedernhain um 9 Uhr Vormittags. Starke Thautropfen glitzten noch auf der Rasendecke des WaldsaumeS, der mit minderjährigen, der allgemei» nen Form nach Wachholdergebüschen gleichenden Cedern besäet war. Eine heilige Stille, nicht einmal durch Vö« gelstimmen unterbrochen, nahm uns auf». »Queer von Nord nach Süd durchschneidet ein klei» neS, jetzt leeres Wasserbette den Hain; hier wurde von unserm gefälligen Begleiter ein Feuer zum Kochen des Kaffees angeschürt, zu dessen Unterhaltung wir dürre Eedernreiser zusammentrugen. Bald gesellte sich zu uns ein anderer freundlicher Maronite, der sich als Aufseher des Cedernhaines, von Ibrahim Pascha selbst dazu aus« ersehen, zu erkennen gab. Er sprach viel davon, daß es nicht erlaubt sei, hier frisches Holz zu hauen, ja daß *) Schubert Reis« III. ®. 360. Triltfr?akr«. 18