Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 9 (9.1840)
- Date
- 1840-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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vi» Ledern de- Libanon. »6» und nur etliche wenige Mandelbäume tragt, und Dorngebüsche mit blaßrothen Blumen, die sich über den Boden ausbreiten, oder die nahe stehenden Bäume überspinnen. Eine Stunde später passirten wir eine jähe Schlucht und lagerten uns vor Sonnenuntergang auf dem hohen Rücken des Libanon, wo ein klarer und eisiger Bach, SV Ellen über uns, aus dem Schnee sich herabgoß, und ein schöner Nußbaum, der einen Fleck Grases überschattete, uns erquickende Ruhe nach dcS Tages Mühen verhieß». »Dieser Theil des Gebirges ist reich an Wachholder- Gcsträuchen, Berberitzen und andern Pflanzen, deren Namen mir unbekannt sind. Dicht am Schnee, und selbst unter ihm, wuchs der Rhabarber in Menge. Wir konnten nicht, während es noch Tag war, über den Schnee hinüberziehen, denn seine Oberfläche, welche hart genug war nach dem Frost der Nacht unsere Lastthiere zu tragen , widerstand nicht einmal dem leichtern Fußtritte des Menschen, wenn einmal die Sonne darauf geschienen hatte. Während nun unser Essen bereitet wurde, schlenderte ich umher, in der Hoffnung, zwischen den Büschen des Berges, wo Wildschweine, Rephühner und Rothwild in Menge sich aufhalten, mir etwas Wildpret zn erjagen. Dieses gelang zwar nicht, doch belohnte sich mein Spaziergang auf eine andere Weise, denn abgesehen von dem Genüge, den ein Gang auf der Höhe des Libanon überhaupt gewährt, ergötzte mich noch der Anblick eines reizend gelegenen kleinen Sees, der eine Stunde südwestlich von unserm Lagerplatze im Innersten des Gebirges lag, das rund herum auS seiner Wasserfläche empor zu steigen schien. Es ist dieß wahrscheinlich der See, der bei Maundrell den Namen Leimun *1 hat». *) Der vollständige Name dieses Gers ist Birket el Zemun; stehe die Kart« von Bergbaus. Auch di« Reisegesellschaft von Gchubrrt