Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 8 (8.1840)
- Date
- 1840-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
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- Di« Juden und ihr Buterlant. ]{| über die Zurückgewanderten führen, und der traurige Zustand der Dinge, wie ihn Esra und Rehemia fanden, deutlich genug, wie viel« fleischlichen, niedrigen, übertriebenen Erwartungen bei den Rückkehrenden schon damals vorhanden waren. Auch waren die Beweggründe, die einen Cyrus und fträter den DariuS HystafpiS vermochten, die Juden wieder in ihrem Lande anzusiedrln und ihr Emporkommen zu begünstigen, gewiß zum Theil auch politische Gründe Denn es lag offenbar im politischen Interesse mer-neuen perfischen Dynastie, ein zahlreiches, gewerbsttißiges, isstelligentfs Vslk, das von der gestürzten babylonischen Macht untc^treren worden, zu begünstigen, zu heben und dadurch an die neue Regierungsgewalt zu fesseln. Sie selber fand an der neu aufblühenden Nation eine willkommene Stütze, und wirklich waren die Juden die getreuesten, ruhigsten Unterthanen der Perser, bis Alexander mit seinen Gn'echen diesem Reiche den Untergang brachte. Obschon aber bei der Rückkehr der Israeliten unter Serubabel und Esra Gründe uud Hoffnungen niedrigerer Art, sowohl bei den Rückwanderern als bei den persischen Machthabern, mit unterliefen , so war doch diese Rückkehr ein von Gott geleitetes Werk; der Tempel, den sie erbauten, erhielt die Verheißung, es solle die Herrlichkeit dieses letzten Hauses größer werden, denn die des ersten gewesen (Hagg. 2,9.), und alles Herrliche und Große was seitdem in Israel ist gegründet worden, und mit reichen Segnungen auf Juden und Christen übergeströmt ist, hat znr Pflanzstätte jene Wiederanbauung, die in »kümmerlicher Zeit» und mit »geringen Anfängen» stattfand. Wir haben aber noch einen besonderen, im geistigen Interesse Israels liegenden Grund, der uns eine, wenn auch zunächst auf mehr äußerlichen Triebfedern ruhende