Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 7 (7.1840)
- Date
- 1840-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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lleber die Offenbarung de- Zvhanne«. ' * ruht. Wir meinen den Gedanken: es habe denn doch Israel durch sein Betragen gegen Jesus und durch seine zeitherige Verstockung ein Gericht verdient und zwar ein strenges; es könne schwerlich leer ausgehen, und so tröst, liche Versicherungen erhalten, als unserer Ansicht nach in diesem Capitel enthalten sein sollen. Hierauf haben wir zu entgegnen, daß auch wir der Ansicht sind, es sei das Judenthum alS solches nicht nur einem Gerichte, sondern selbst dem Untergange verfallen. Nur daß wir unterscheiden zwischen dem 'auf Menschensahungen und Fleischesdünkel aufgebauten Judenthum, und dem auf Gottes Eid ruhenden Jsraelitenthum. Das er, stere fallt und vergeht, das letztere bleibt so lange die Schöpfung steht (Jerem. 33, 25. 26.). — Sodann ge» den wir zu bedenken, daß, wer finden würde, wenn man die dem Weibe in dieser Weissagung zugesagten Wohl, thaten auf Israel beziehen wolle, so geschehe diesem Volke zu viele Ehre und es werde ihm eine Theilnahme von Seite GotteS verheißen, die ihm nicht zukomme: der müßte denn auch sich darüber aufhalten, daß Gott bis auf diesen Tag das Haus Israels auf Adlersfiügeln ge, ttagen habe durch die Wüste seines Jammerzustandes, wie es offenbar am Tage liegt! Wir wiederholen eS: Unsere Ansicht steht im Zusammenklange mit den geschicht, lichen Thatsachen. Die Schonung und das Erbarmen, das Gott für sein altes Buitdesvolk, nnläugbar und vor aller Augen, bis heute an den Tag gelegt hat, mehr nicht und weniger nicht, glauben wir in dem zwölften Capitel der Apokalypse geweissagt zu finden.