Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 1 (1.1840)
- Date
- 1840-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 38)
- Language
- German
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SO Türkisch« Zasländ«. Run gießt der Diakon Wein beer, Saft und Waffer in de« heiligen Kelch, nachde« er zuvor zu dem Priester gesagt: »Herr, preift die heilige Vereinigung!» worauf dieser ihr Preis gibt. Run legt der Priester die Theile deS OpferbrvdeS in zwei Reihen neben den Teller, fo daß immer drei Stücke auf einander zu liegen komme« und jede Reihe aus drei Schichten dreier Stücke besteht. Bei jedem Stücke nennt er einige Heilige, oder Märtyrer, oder Kirchenväter und zuletzt eim'ge Verstorbene seiner Gemeine. Hierauf wird da- Ganze bedeckt, mit Weihrauch geräuchert und gesegnet. Ist nun ein Tag, da daheilige Abendmahl soll gegeben werden, so wird dteß alle-, Brod und Kelch, auf dem Haupte derbeiden Primer zum Volke getragen, und demselben auSgetheilt. Türkische Zustände. Ein deutscher Reisender hat in den verstoffenen Mo« nate« über die Zustände der Türkei alö Augenzeuge -f» fentliche Mittheilungen gemacht, auS denen wir einige Züge unfern Lesern zur Kenntniß bringen wollen. ES istsagt er, unbegreiflich, daß der türkische Staat, so wie er ist, noch fortbesteht. Man fragt: wo« her kam da- Geld zu all deu stänkifchen Beinkleidern, Waffe«, Uniformen der geschlagenen Armee, woher da- Geld für die übergelaufene Flotte; woher für die Pracht deS Divans und der hohen Staatsbeamten? Die Finan« . zen, scheint eS, sind in bestem Zustande? Mit Nichten. ES ist bekannt, daß daS Verwaltungssystem der Türkei daelendeste ist, welcheje bestanden, daß hier der wahre KrebS de- Reichist, leider ein unheilbarer. Und wäre da- Land nicht in sich so unermeßlich reich und fruchtbar an den einträglichsten Produkten, ewäre längst