Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 1 (1.1840)
- Date
- 1840-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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Oin ia Nchen- HZ Gedränge; er »ft arm und «an fleht nichtseine» Kleidern an; er weiß, daß er Priester ist, und ist halb scheu, bald fühlt er sich erhaben über die um ihn treibende Welt, wen« nur nicht Armuth ihn immer wieder in dieselbe herabzöge. Ein LeichenbegLngniß tn Athen. Siehe, da kommt ein -eichenbegänguiß; einige Priester im Ornate mit Rauchfaß und Kreuz gehen voran, und singen die Sterbeliturgie bis der Todte beerdigt ist, der hinter ihnen drein in offenem Sarge getragen wird. Ein Heiligenbild liegt auf seinem leblosen Busen, und frische Blumen und brennende Wachslichter, die um ihn henim gesteckt sind, sollen das Schauerliche deS Todes entfernen, vielleicht ursprünglich an das Verblühen des Fleisches und dessen Wiederauferstehung durch den Geist erinnern. Go zieht der Todte seiner Grabstätte entgegen. Bei seinem Herannahen bleiben die Leute stehen, hören auf zu schreien, nehmen ihr« hohen Müzen ab und bekreuzigen sich bis daS Geleite vorüber ist, um alsobald des Todes im Leben wieder zu vergessen. Aber von jenem ernst religiösen Gefühl, das auch das leichtsinnigste Herz bei solcher Gelegenheit durchschaurrt und dm Lebenslustigm über hie Vergänglichkeit feines irdischm Daseins nachdenkm macht, — von alle« dem ist wmig oder gar nichts hier zu findm, weder bei de« Geleite deS Sarges noch bei dem übrigen Volke; Religion des Herzms ist nun einmal dieser Leute Sache nicht. Auf dem Kirchhof angelgngt wird der Sarg, der keinm Bodm, sondern nur zwei schmale Queerhölzer hat, zugedeckt und in ein drei Fuß tiefes Grab gelegt, wihrmd der Priester dazu singt, und kein Mmsch darauf Acht gibt oder auch nur gesammelt erscheint. Die Bee-