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Das Morgenland · 1839-12-01 · 12 (12.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
12 (12.1839)
Date
1839-12-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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378 Stand der Dinge im Morgenlnnde. ters nicht wohl von einem Gang der Dinge, sondern nur von einer Lage derselben die Rede sein kann. Um das Gewebe der diplomatischen Strebungen und Gegenstrrbungen, die in dem zu Ende gehenden Halbjahre thätig gewesen sind und das bezeichnete Resultat hervorgebracht haben, legt sich, soweit es die eigentlichen Fäden und ihre Verknüpfungen gilt, zum Theil noch der Schleier des Staatsgeheimnisses. Soviel aber davon auf der Oberfläche der Tagesgeschichte zum Vorschein gekommen ist und was in den Hauptrcsultaten zu Tage liegt, das wollen wir in einigen Zügen zusammenfaffen, und es unfern Lesern vor Augen legen. Wir nehmen den Faden da wieder auf, wo wir ihn im September (auf Seite 28S), und im vorigen Monate am Schluffe des Lebcnsumrisses Mahmud's II. (Seite 342) abgelegt hatten. Die neue Regierung der Pforte seit dem Tode Mahmud's, welcher am 28. Juni erfolgte und am 1. Juli bekannt wurde, hat die Richtung eingehalten, welche der sterbende Sultan, gleichsam als letzte WillenSverfügnng, wenige Tage vor seinem Ende dem Thronfolger, seinem Sohne, und den ersten Staatsbeamten zu befolgen an, empfahl. Der Sterbende hielt an die einflußreichsten und wichtigsten seiner Diener bei dieser Gelegenheit eine Abschiedsrede, welche mit der feierlichen Versicherung endete, daß er, im Begriffe vor seinem Schöpfer und Richter zu erscheinen, über seine politische Laufbahn sich keine Vorwürfe mache. Er habe nur den, in vielen vertrauten Gesprächen ihm ertheilten Rath seines hochverehrten Vorgängers Selim III. treu befolgt, und gethan, waS er selbst, nach seiner innersten Ueberzeugung, dem Wohle seiner Volker am angemessensten, ja unerläßlich für das fernere Bestehen des Reiches gehalten. Er ermahnte

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