Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 12 (12.1839)
- Date
- 1839-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Di» Gerathe im Heiligthum. 951 letztere von West nach Ost, nnd zwar so erstreckte, daß der Eingang gegen Osten schante, die Bundeslade aber in dem Allerheiligsten nach Westen stand. *) Unsere Betrachtung dieser GerLthe des Heiligen zer« fallt nothwendigerweise in zwei Abtheilungen. Zuerst muß uns die Beschreibung der einzelnen Geräthe beschäftigen, und dann können wir ihre symbolisch» typische Bedeutung in'S Auge fassen. In diesem Aufsatze werden wir freilich nur mit der ersten Hälfte der Aufgabe uns befassen können, indem die Beschrei» bung allein schon den vorhandenen Raum in Anspruch nimmt. Der andere Abschnitt, in dem wir die Bedeu, tung der im Heiligen aufgestellten Gegenstände zu bespre» chen gedenken, wird in dem unmittelbar folgenden Hefte seine Stelle finden. Wir wollen die zu beschreibenden Geräthe in derjenigen Reihenfolge vor uns ncbmen, wie sic, vom Ein« gang der Stiftshütte her gesehen, dem Auge von der Rechten zur Linken, oder von Norden gegen Süden sich darbicten, also" zuerst den Schaubrodtisch, dann den Rauchaltar und endlich den Leuchter. Die beiden er» sten Stücke bieten für die beschreibende Darstellung we« nig Schwieriges dar, der Leuchter hingegen in feiner künstlicher« Zusammensetzung und bei der eigenthümlichen, schwer auszumittelnden Beschaffenheit seiner Verzierungen hält uns etwas länger auf, zumal wir versuchen, einer *) Di« in den vergangenen Jahrhunderten gebauten christlichen Kirchen sind der Stiftthütte und dem salomonischen Tempel im wesentlichen nachgebisket. Da« Schiff der Kirche entspricht dem Heiligen, der Chor dem Allerheiligsten. Nur hat di« christliche Baukunst die Richtung nach der Weltgegend umgekehrt; die Chöre unserer Kirchen sehest alle (wenigsten« ungefähr) nach Osten und die HaupteingSnge gegen Westen, während bei der Gtiftshütte die entgegengesetzte Stellung stattfand.