Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 11 (11.1839)
- Date
- 1839-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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Mahmud li. und feine {Regierung. ||| § haben scheint. Bedauernswerth erschien es mir auch, die größten Anstrengungen des Gouvernements Haupt« sächlich auf militärische Zwecke und einen nahen Krieg gerichtet zu sehen, dem ich keinen guten Ausgang zutraute..» „Voll von diesen Eindrücken langte ich in Konstantinvpel an, ungeduldig den Mann kennen zu lernen, welchem so schwien'ge und menschenfreundliche Resultate zu verdanken sind." „Ich fuhr eines Tages auf dem Canal spazieren, de« glänzenden Bosporus, der Tag für Tag, wie zu einer- Feste geschmückt, seine unzähligen Moscheen, Minarets und Paläste, seine Gärte« und Villen, seine unübertrefflichen Platanengruppen und schwarzen Cypressenkirchhöfe, seine anmuthig bebuschten, wellenförmigen Hügelreihen und sein Gewimmel von Gondeln auf dem blauen Meeresspiegel so bezaubernd ausstellt — als der Donner der Kanonen von den Forts und Schiffen mich darauf aufmerksam machte, daß des Sultans geschmückte Barke im Anzuge sei. So eilig als' möglich suchte ich das asiatische Ufer zu gewinnen, wo einige aufgestellte Truppen und eine kleine Anzahl fremder Zuschauer, um eine Moschee gruppirt, den Ort hinlänglich bezeichneten, den der Sultan heute zur Verrichtung seiner Andacht ausgewählt." „Ich war nur seit wenigen Momenten gelandet, und hatte der Artigkeit eines türkischen OfficierS eben die Ueberweisung eines der besten Plätze dicht an der Treppe der Moschee zu verdanken gehabt, als die mit Vogelschnelle geruderte Barke des Großherrn gleichfalls anlangte. Damals war von dem gefährlichen Uebel, das so schnell mit ihm endete, noch wenig im Publikum bekannt, und ich hatte mir nach Allem, waü ich über Sultan Mahmud gehört und von seinen Abbildungen gesehen, einen rüstigen, thatkräftigen, stolzblickenden