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Das Morgenland · 1839-10-01 · 10 (10.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
10 (10.1839)
Date
1839-10-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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990 Di« Art«tt«r im Wrinderg». eS liegt darin für ihn eine Aufmunterung, wie der mündliche Erzähler anch durch Zwischenfragcn der Hörenden von ihrer Theilnahme überzeugt und in seinem Gegenstände lebhafter fortgeleitet wird. Wir wurden zu diesen Bemerkungen durch die Bitte eines auswärtigen Freundes veranlaßt, der wir durch gegenwärtigen Aufsatz entgcgenkommen. Ohne Zweifel spricht der Eine in solchem Falle zugleich aus der Gesinnung Mehrerer, und einige erklärende Worte über das Gleichniß von den Arbeitern im Weinberge sind nm so mehr in unserm Blatte an ihrer Stelle, da auch diese bildliche Rede unsers HErrn zunächst dem allgemeinern Zwecke dient, über den Lauf der mit Ihm beginnenden Kirchenzeit das nöthige Licht zu geben. Wenn der HErr zu Seiner Zeit durch Enthüllung dcS Rathcs Gottes den beschränkten Menschenansichtcn entgegentrat, so sind zwar allerdings die wandelbaren Menschenmeinungen heute nicht mehr dieselben wie damals, aber ihrem Wesen nach sind sie zu allen Zeiten, und also auch jetzt noch, beschränkt und von Wahn umdüstert, und haben nöthig, daß ihnen immer wieder das Wort des HErrn alS einzige Leuchte zur Seite gestellt werde. Wie wir im Anfänge dieses Jahres (Seite 33 u. ff.) die letzten Gleichnißreden Jesu in ihrem Zusammenhänge unter sich und in ihrer Beziehung zu der gesammten Kirchenzeit betrachtet haben, so nehmen wir nun hier ein einzelnes Gleichniß vor unö, daS er auch in den letzten Tagen seines irdischen Lebens ausgesprochen und worin er gleichfalls den Seinen Winke gegeben hat, über die dunkle schwere Kirchenzeit, welche sich hinzieht von seinem Heimgange zum Vater bis zu seiner Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit und deren letzte Stunden über unserm Haupte zu verlaufen scheinen.

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