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Das Morgenland · 1839-08-01 · 8 (8.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
8 (8.1839)
Date
1839-08-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Stand der Dinge im Morgenland«. ~ Fragen wir min aber, wie die christlichen, abend« ländischen Reiche zu diesen Bewegungen und Ereignissen des Orients stehen, so ist nicht nur die Erwartung, die Theilnahme, die gespannte Aufmerksamkeit aller den, kenden Beobachter der Zeit dorthin gerichtet, sondern alle europäischen Staatsmänner und Regierungen betrachten das Morgenland als den Schauplatz, wo die -oose der Zukunft für die ganze civilisirte Welt geworfen werden. Es ist die Wirkung der Eivilisation, daß sie die ge« trennten Völker mit gemeinsamen Banden umschlingt, und die zerthcilten Interessen zu allgemeinen versiicht. Im tiefcrn Asien liegen die Ouelladern des großen Menschenverkehres und ihre Pulse schlage» von -and zu -and. Die regsten Interessen aller abendländischen Völker sind enge verknüpft mit den Gestaltungen des Morgenlandes. Daher die gespannte Aufmerksamkett, die achtsame Theilnahme, welche alle Regierungen den Ereignissen des Orients widmen. Freilich tritt dann wieder für jede einzelne europäische Macht ihr eigenes, partikulares Interesse hervor; damit aber hieraus nicht eine Spaltung erwachse, welche den Riß des Morgenlandes bis tief in unsere eigenen Fundamente fortsetzen könnte, haben, dem Vernehmen nach, auf Veranlassung des vorsichtigen und friedlichen Wiener Cabinettes, die fünf Großmächte (England, Frankreich, Preußen, Oesterreich und Rußland) einen Eongrcß in Wien zu halten beschlossen, nm einig, stark und umsichtig, zum Besten deS Abendlandes wie deS Morgenlandes, auf die -eiden und Schäden des letzten« den lindernden und kräftigenden Verband zu legen. Hoffen wir, daß der Jetztzeit aufbehalten sei, mit gereifter Kraft, gründlichfriedlich und segensreich zu vollenden, was unsere Väter in den Tagen der Kreuz.

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