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Das Morgenland · 1839-08-01 · 8 (8.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
8 (8.1839)
Date
1839-08-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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350 Stand der Ving« im Mvrgrnlunte. cs wenigstens aus allen seither bekannt gewordenen Berichten hervorgeht, reichte die Wirkung der donnernden Kanonen und ein erster Angriff hin, um die ganze Masse der türkischen Armee in die regelloseste Unordnung zu bringen und eine Flucht hervorzurufen, wie wir sie nur bei türkischen Heeren kennen. Alles lief; und was nicht laufen konnte, Fuhrwerk, Geschütz, Lagrrgeräth« schäften, Zelte u. s. w., blieb Alles in den Händen des Siegers. Diese Schlacht gibt den Beweis, daß alle sogenannten Verbesserungen und Reformen bei den Türken nur oberflächlich und ohne innere Wirkung gewesen. Wenn sie etwas gelernt hätten und sich hätten guten Rath geben lassen, so würden sie sich nicht mit einem Fluß im Rücken aufgestellt, sie würden ihr verschanztes kager zum Rückhalt benützt, sie würden eine Reserve in Bereitschaft gehalten haben, um den Stoß des Siegers auszuhalten nnd die weichenden Linien herzustelle» u.s. w. So aber ist diese Schlacht das getreue Gegenstück aller frühern Schlachten der Türken, wo sie entweder in wildem Anprall siegten, oder, wenn sie wichen, Alles verließen und verloren. Es scheint, daß auf sie das bekannte Wort kann angewendet werden: »Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen». Das, waS sie nicht vergessen haben, ist der Traum ihres alten Schlack,- tenglückeS, die Erinnerung an ihre Siegcszeit. Aber ihr alter Kriegsgeist ist von ihnen gewichen, und mit der tobten Erinnerung und neuen Uniformen, ohne vernünftige Kriegskunst schlagen sie keinen Feind mehr. Di« Schlacht fiel vor bei Nisibi (Nisib, Nebsi), etwa zwei Stunden westlick, vom Euphrat. Viele Tausende wurden gefangen und von Ibrahim großtenthcilö sofort in ihre Heimath entlassen. Ei» anderer Thcil warf sich zersprengt in die Berge. Der eigentliche Rück-

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