Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 8 (8.1839)
- Date
- 1839-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 2× ep/1047811
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«Itpro. su und ist seit dem letzten Erdbeben an Mehrern Stellen ganz eingefallen. Das Uebel scheint aber nicht überall neu zu sein, da man in vielen Mauerspalten alteinheimische Schlingpflanzen und sogar Gestrüpp und verkrüppelte Bäumchen festgewurzelt sieht. Ueberdieß wird Aleppo auf der Nordseite, das ist auf der Straße gegen Bir und Aintab, von einer Hochebene beherrscht, auf deren schönstem Punkt, luftig mit Schatten und Brunnen, Derwische ihr Kloster und die arabischen Soldatm _ Jbrahim'ö ihren Uebungsplatz errichtet haben. Wassermangel wäre auch z» fürchten, da der einzige Süßwasser-Eanal, der aus einer Entfernung von zwei Stunden auf derselben Seite Trink, und Kochwaffer zuführt, indem er, unter der Stadt fortlaufend, alle öffentlichen und die meisten Privatbrunnen nährt, und Haus- und Hochgärten wässert, Reicht abznschneiden ist, und der außerhalb der Ringmauer vorübcrstreichende kleine Bach Kowaik inr Angesicht eines feindlichen HecreS von keinem Belang wäre. Das große Haleb hat keinen Fluß, wie Damask und Antiochia. Der Euphrat ist mehr alS dreißig, der OronteS wenigstens fünfzehn Stunden entfernt, und alle Glückseligkeit der Einwohner hängt von benanntem Bächlein ab, welches etwa eine Tagreise nördlich von der Stadt entspringt und drei Stunden südlich sich schon im See von Merdsch-Ahmar (d. i. rothe Wiese) verliert. Durch die Vorstadt auf der Abcndseitc rinnt es vorüber und befruchtet, wohlthätig in zwei Arme getheilt, einen zwar schmalen, aber langen Streif an beiden Ufern mit wunderbarer Kraft. Auf mehr als zwei Wegstunden sieht man nichts als Gärten mit dichtbelaubten, breitästigen, hohen, dunkeln Baumgruppen, nnd in ihrem Schatten Gebüsche, Gartrnfrüchte und Blumen in üppigster Pracht. Dieser »