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Das Morgenland · 1839-08-01 · 8 (8.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
8 (8.1839)
Date
1839-08-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Di» Zeit ker Propheten. »»9 Juda, in welchem Jotham'ö Sohn, der junge, zwanzig, jährige Aha- (74t—72»), auf dem Throne saß. Dieser abgöttische König zitterte vor dem Bund» niffc Ephraims und Syriens. Er suchte sich zu stärken, indem er dem Assyrer Thiglath-Pilesar die Hand reichte, und diesen durch starke Zahlungen vermocht, über Rezin und Pekach herzufallen. Diesen Zweck erreichte er voll, kommen. Rezin verlor Land und Leben; das Reich Ephraim büßte die Provinzen im Osten des Jordan und am Fuße deS Libanon ein, und die Einwohner wurden nach Assyrien abgeführt. Aber nicht nur von ächt iS, raelitischem Standpunkte aus, auch nach Grundsätzen weiterblickender Politik war dieser Schn'tt des AhaS, der erste dieser Art, der vom Hause David's geschah, höchst tadelnswerth, weil so gut die Freundschaft als die Feindschaft einer heidnischen, aufstrebenden Macht, wie Assur, für Israel nur gefährlich sein konnte. Darum trat auch Jesaja gegen das Ansinnen des AhaS so entschieden auf (Jes. 7.), wiewohl vergeblich. Da nun aber hier die Propheten, als in den großen Gang der Dinge entschieden eingreifend, hervor, tteten, so haben wir auch ihnen unsere Aufmerksamkeit näher zuznwenden. — Die frühem Propheten, unter welchen Elia und Elisa am meisten sich auSzeichneten, hatten nichts Schn'ftlicheS hinterlaffen. Erst nach ihnen zeichneten die Propheten ihre Weissagungen schriftlich auf, und um so ausführlicher, je näher die Periode des Untergangs rückte, wo es in der Zerrüttung und Ber, und Pekach. deren beidseitige Reiche sich vorher so lange und schwer bekämpf» hatten, darf nicht verwundern, wenn man bedenkt. daß die gemeinschaftliche Gefahr, welche von der wachsenden Macht der «ffyrer drohte, Ke ,u dem Wunsche w einigte, durch Zusammenhalten sich »u stärken.

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