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Das Morgenland · 1839-06-01 · 6 (6.1839) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
6 (6.1839)
Date
1839-06-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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174 Der Räuberhauptmann auf dem Olymp. Festung in solcher Lage schien Alles zu übertreffen, was man von den Schiffahrts- und Handels-Niederlassungen der Benetianer in den morgenländischen Gegenden erwarten konnte. Bald nachher aber wurde mir eine große Silbermünze gebracht, die auf der Hauptseite den ruhenden Löwen des heiligen MarcnS vorstellte. Auf der Rückseite war das Brustbild eines Kriegers in Helm und Harnisch, darunter ein St. Georgs, Schild mit dem Drachen darauf und der Inschrift: . Da paccm Domina in diebns nostri» 1043». *) Rur zwei Jahre später als dieses Datum kam der Krieg znm Ausbruch, welcher in seinem Verlauft die Denetianer ihre morgenländischen Besitzungen kostete. Auch wurden mir einige andere Münzen von römische» Kaisern gebracht. Das Merkwürdigste von allem aber, als ans solchem Platze gefunden, war eines der schönsten Silber, Ueberblcibsel von dem ftühesten Gepräge Griechenlands, mit dem weidenden Rosse und dem Herkuleskopfe der Denier. Man sagte mir, sechs Meilen (zwei Stunden) nordwestlich, über die kleine Ebene hinüber, befände sich eine Inschrift, die ich am folgenden Morgen besab. Auf dieser Stelle hatte ersichtlich eine Stadt gestanden, und dort war ein großer Stein anfgerichtet, der eine Inschrift trug, wovon nur noch einig« Buchstaben leserlich waren. Sie war römisch und zwar aus der Kaiferzeit. Kapitano Dimo und ich wurden bald gute Freunde, und er erklärte, er wolle mich selbst nach Rapsana begleiten, von wo man das Thal Tempe") überblickt. Wir beschlossen, an dem zweiten Abend meiner Ankunft *) ..Herr, gib Fried« in unser» Tagen». Durch diese«, «egen seiner unbeschreiblichen Anmuth sprichwörtlich gewordene Bergthal sucht der Peneul oder Salambria iwischen dem 01 »mp und Osia hindurch seinen Weg nach dem Meere.

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