Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 5 (5.1839)
- Date
- 1839-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
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I«0 3<ruül«n im Jahre 161«. ini di« Wiber vermacht mit jere» Aingesieht veraaehatt mit aim schwarsea Dach oder mit aim Garn, das man syr nit ckennen ckian, und dregen seltsam Klader überall jung and alt. Und ist ain hartes Folck mit esen and drinken, das sieh wol mag lidea, and esen die ckalten Frücht Melnnaa and Droben und Solman Frücht, die iy hain. Und so Jerusalhem, jn dem Thembel des hallgen Grabs, siben Sprachen sum ersten Kristen von den Barlusen^Obsalffantser and Kriechest, und Armaist, und Indianer und Syriain und Jacobitter und Jorgsin. Und die Barluser sind mit jerem Kliesterlin su Jerusalem uff dem Berg Sion.Und die gastlichen Lütt uad Orden Ton der * Christenhiatt dunt vil Guts. *) *) Und c< ist mir wunderdarlich gegangen. und so lang ich in Jentsalem war, sah ich viel wunderdarlich Ding. Und ist ein große» Volk zu Jerusalem in der Stadt au« allen Landen: Christen, Hoden, Türken; allerlei Volk da« auf dem Erdreich ist, da« findet man da von allen Sprachen und seltsamer Kleidung und Manieren. Und e« ist zu Jerusalem gute« Brod und Wein, den die Barfüffer machen, und gute« Master und gute« feiste« Fleisch von Schafen und Geißen und Ochsen, und Kälber und Hühner; und wa« man lebt (alle« wovon man lebt). Und ste bauen ae> rade an. daß ste ihre Nahrung haben; nicht überflüßig» Svetse, und füllen stch nicht» wie wir Deutschen thun. trinken keinen Mein, und sind starke Leute. Und e« tragen (kleiden sich) die Männer weiß und roth, sund) schwarze Kleidung köstlich von Seide, und große Turbane auf ihren Hauvtern. und hübsche, beschlagene Säbel mit Gold. Und wa« Krieg«vvlk sist, da«) ist rüstig und zum Krieg geziert (au«gestattet); führen ihre Handbogen und ihre Klinge (?), und haben hübsche, gewandte Roste, hurtig und schnell laufend» und kostbar, zu hundert Dukaten, und sind behend darauf zu schießen mit den Bogen und Pfeilen. Sie tragen eine lange Kleidung von allerlei seltsamen Farben, die Herren von Seid« und kostbarem Stoff, und da« gemeine Volk da« kommt in schlechter Kleidung. Undzu Jerusalem (sind) viel seltsam« Leute mit seltsamer Kleidung, Weib und Mann. daß ich nicht alle« schreiben kann mit allen Dingen; die Männer rüstig in ihren Manieren, und die Weiber verhüllt, mit ihrem Angesicht, mit einem schwarzen Tuche oder mit einem Gam (Schleier), daß man sie nicht erkennen kann, und tragen seltsame Kleider überall jung und alt. Und ist ein harte« (hartgewvhnte«) Volk im Esten und Trinken, da« sich wohl weiß zu leiden (dulden), und esten di« kalten Frücht«: Melonen, und Trauben, undSolmanfrüchte(?), di« sie haben. Und zu Jerusalem in dem Tempel de« heiligen Grabe« ssind) sieben Sprachen; zum ersten, Ehristen von den Barfüffern. von der Observanz; staun) griechische, armenische. indische, syrische, iarvbitische und georgische. Und die Barfüster sind mit ihrem Klosterleln zu Jerusalem auf dem Berg Zion. Und di» gastlichen Leute und Orden von der Ehristenheit thun viel Gute«.