Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 3 (3.1839)
- Date
- 1839-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Di» Lag« de« tvdten Meere«. 8» mehr als er selbst meinte, Recht hatte zu sagen: DaS Jordangefilde zwischen dem See Genezareth und dem todten Meere sei »eine der niedrigsten Flächen in Syrien«; das Klima des Gefildes fand er heißer, als in irgend einem Theile Syn'ens. Am 5. Mai traf er in demselben die Gersten-Ernte beinahe vollendet, welche in der Ebene Hauran erst 14 Tage spater beginnt. Nördlich lag chm der mit Schnee bedeckte Hermon, östlich prangten die fruchtbaren Ebenen von Gaulanitis mit den Blüthen des Frühlings, wahrend, wie er sagt, die welkende Vegetation im Jordanthale »die Wirkung einer tropischen Hitze zu sein schien.» Jericho, in der Jordansaue, welches nach Schubert 527 Fuß tiefer als der Meeresspiegel liegt, »die Palmenstadt",*) erntete nicht nur früher als Jerusalem, sondern früher als Acre am Meeresgestade." Die Hitze bei Jericho war außerordentlich, daher mähte man dort, wie die Mischnah*) berichtet, mit Bewilligung der jüdischen Schriftgelehrten, ehe am töten deS Monats Nisan das Fest der Erstlingsgarben gefeiert wurde." — Wenn der Engländer Legh erzählt, daß er auf seiner Reise von Hebron aus nach Karrak vom hohen Westufer des todten Meeres die große Ebene an dessen Süd-Ende tief unter sich gesehen, daß er dann zwei Stunden lang in diese Ebene hinabgeftiegen sei, so steil, daß man die Pferde habe führen müssen, so dürfte dieß nicht alle», der absoluten Höhe jenes Westufers zuzuschreiben sein, sondern auch der absoluten Tiefe des Spiegels jenes Meeres, welche, wie erwähnt, 598 Fuß beträgt. — Wie daS niedrig gelegene Jericho durch Palmen berühmt war und Palmenstadt hieß, so hatte das südliche Gestade *) Dich» B. ft Mos. 34. 3. ") Erster Theil de« Talmud. Zweiter Ja»r». tz