Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 3 (3.1839)
- Date
- 1839-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Sinai. «7 Musa (Berg Mose's), den Gebbel Horeb, und den Gebbel Katharina. Auf den Gebbel Horeb führt durch enge Schluchten ein treppenartiger Weg, auf den man in zwei Stunden vom Kloster auf den Gipfel gelangt, wo die Ruinen eines Klosters stehen, l angeblich) an dem Platze, wo Mose von Gott das Gesetz empfing. Die Fernsicht vom Gipfel des Horeb ist bezaubernd schon. Die ganze Halbinsel des Sinai*) liegt zu den Füßen ausgebreitet wie eine Karte, und man sieht zugleich die afrikanische und die arabische Küste und ein jede Vorstellung übersteigendes Chaos von Bergen. Die Besteigung des Gebbel Katharina ist bei weitem ermüdender, aber auch noch lohnender, denn er ist die höchste Spitze des ganzen Sinai, und nur im Süden sieht man noch einige höher ansteigende Spitzen, ‘ z. B. den Om Schomar und drei andere, deren Namen man mir nicht anzugeben wußte, und die sich zu 9000 Par. Fuß über das Meer erheben mögen. Auf dem Gebbel Katharina sah ich mehrere Steinböcke, etwas von denen verschieden, die ich auf den hohen Bergen deS Taurus in Klcinasien gesehen hatte. Sie sind kleiner und ihre Hörner scheinen mir breiter gedrückt. Wie gesagt ist das herrschende Gestein am Sinai grobkörniger Granit, der jedoch gegen die Gipfel der Berge zu feinkörniger wird. Der Gebbel Katharina besteht ganz aus Feldsteinporphyr. Als ich auf dem Gebbel Katharina stand und mit der Bonssole (Magnetnadel) *) Unter dem Namen: Halbinsel de« Sinai versteht man die talbinsel de« steinigen Arabien«, testen südlich« Spitze da« inaigebirge ausmacht. Sir wird gebildet durch zwei Arme de« rvlhen Meere«, deren östlicher der Meerbusen von Akaba, der westliche: Meerbusen von Sue» heißt. Durch diesen letzter» gingen die Israeliten hindurch, al« Pharao sie verfolgte. (Man vergl. unsere, dem ersten Zahrg. beigegebene Kart« des Morgenlands).