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Das Morgenland · 1839-02-01 · 2 (2.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
2 (2.1839)
Date
1839-02-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Der Sinai. «1 Ich hatte Mauchen schonen Augenblick daselbst verlebt, und ließ werchc Freunde zurück, die ich vielleicht nie wieder sehe. Die Reise nach Suez ist eine höchst langweilige. Sie dauert indessen nur drei Tage, in denen man eine sehr einförmige, hügelige Wüste durchstreift, und in Suez am rochen Meere angelangt, nicht dafür entschädigt wird. Die Umgegend von Suez gehört zu den abscheulichsten, die mir in meinem Leben vorgekommen sind; die Umgebungen des todten Meeres in Palästina, die von vielen Reisenden als gar so wüste geschlldert worden, sind im Vergleich damit «och ein Paradies. Eine unabschbare Wasserfläche auf der einen, eine unabsehbare Gandfläche auf der andern Seite, eine ganz flache Küste, der sich etwas größere Schiffe kaum auf eine Meile nähern können, za beiden Seiten zwei völlig kahle, niedere Bergketten, ohne allen malerischen Ausdruck, kein Baum, kein Strauch, ein garstiges Nest, Stadt genannt, von anßcn fahl, wie die Wüste, von innen voll Schmutz und Unrach, schlechtes salziges Wasser, — dieß ist, waS der Wanderer hier findet. Doch kann Suez, um seiner Lage zwischen beiden Meeren (dem rothen und dem mittelländischen) willen und wegen der leichten Eommunication mit Ostindien, wozu sie den Schlüssel bildet, bei einer freien, verständigen Verfassung von dem elenden Reste, das es jetzt ist, sich zur blühenden Handelsstadt erheben. So sah man Palmyra*) mitten in der großen shrifchen Wüste emporsteigen, groß und reich werden; so sehen wir viele Städte, in Arabien und Aegypten, in schrecklichen, wasserarmen Wüsten, so scheu wir Berenice, *•) Palmyra ist der griechische Name; ursprünglich und noch jetzt hei-t dirs«StadtThadmvr d. h. Palmenstadt. RachiKSn. 9. 18. und 2 Thron. 8, 4. wurde st« von Salomo erbaut, oder wenigsten« erweitert.

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