Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 1 (1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
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Der babylonisch« Thurm. »» hat, muß der stärksten Glut eines Schmelzofens gleich gewesen sein, und weil Ker Porter dieselben nicht an eingebauten Steinen, sondern nur an zerstreuten Trüm, merstücken wahniahV,, so ist er geneigt zu glauben, die genannten Wirkungen seien durch den Wetterstrahl her, vorgebracht unb die verglasten Trümmer von der Höhe des Gebäudes hernntergestürzt worden. Dieser Umstand, so wie der andere, daß das neuere, nur noch 35 Fuß hohe Gemäuer, oben aus der NimrodS, Ruine dennoch selber aus der assyrisch,babylonischen Zeit stammt, scheint dahin zu deuten, daß dieser Birs Rimrud wirklich das ist, wofür ihn die Ueberlieferung seines Na, mens auSgibt, nämlich der verwüstete Ueberrest deS nr, alten, ersten babylonischen Thurms, der zu der Zeit Nimrods und vielleicht in der That unter seiner Mitwirkung zu erbauen unternommen wurde. Die vom Feuer deS Him, mels verglaseten, und vom zertrümmerten Gipfel heruntergestürzten Klumpen geschmolzenen Gesteins rührten dann von jenem Augenblicke her, da »der HErr her« niedersuhr, daß er sähe die Stadt und de» Thurm, so die Menschenkinder baueten» i Mos. 11,5. Denn wenn gleich die heilige Urkunde uns nicht ausdrücklich erzählt, daß jenes, den Bau störende Einschreiten Gottes unter Erschütterung der Elemente und mit zerstörenden Einwir, klingen auf das angefangene Gebäude stattgefunden habe, so ist doch dieses an und für sich selbst nicht unwahr, scheinlich, und eine alte Sage, welche uns der Geschichtschreiber Josephus*) aufbehalten hat, erzählt ausdrück, lich, die Störung des Baues und die Verwirrung der Menschen und ihrer Sprachen sei von schrecklichen Ge, witterstürmen begleitet gewesen. Die zerstreuten und in *) Archeol. 1, 4, 5.