Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 1 (1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Vorwort. r linge derselben sich versammeln an einem festlichen Tage, so versichert nicht erst ein Enkel den andern, daß dem würdigen Ahnherrn des Hauses doch in der That die Achtung und Ehrerbietung seiner Enkel nnd Urenkel gebühre; wenn die Söhne eines gemeinsamen Vaterlandes in öffentlichen Angelegenheiten zusammentreten, so erörtern sie nicht erst, daß das Vaterland nnd seine Verfassung auf ihre Theilnahme und treue Mitwirkung gerechten Anspruch habe; — eben so wenig mögen wir, im Kreise gebildeter Christen und Verehrer des einen, wahren Gottes und seiner Offenbarung in der heiligen Schrift, dem Gedanken Raum geben, als bedürfte es einer Vertheidignng, um nicht zu sagen Entschuldigung, einer Rechtfertigung nnd eines Beweises für den Glauben, den wir bekennen. Wir selbst sprechen ihn aus, nnd wollen ihn bei keinem unsrer Freunde bezweifeln. Roch enger gefaßt ist unser Ausgangspunkt der einer geschichtlichen Anschauungsweise, wonach die Offenbarung GotteS an die Menschheit nuS nicht blos alS ein Wort, sondern als ein Werk erscheint;-nicht blos alS eine Lehre, ein mal gegeben, sondern als ein Walten GotteS durch alle Räume der Weltzeiten; nicht blos als ein Inbegriff von Erkenntnissen zn heilsamem Glauben, sondern als der Rath Gottes, dessen Wille That ist, als der Rathschlnß zu dessen einstiger Vollendung alle Zeiten der Menschengeschichte vorbereitend hinwirken, und welchen zu erkennen zumal Aufgabe unsrer Tage, welchen zu fördern das Werk der Gläubigen ist, vorzüglich in unserm Zeitlauf. Reden wir von dem Wege, den wir, von diesem Standpunkte ausgehend, in unserm Blatte einschlagen, so wissen unsere Leser bereits, daß wir nicht durch die langen Säulenhallen irgend eines Lehrgebäudes, sprechend