Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 316 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Hebron 1× ep/1047559
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316 lassen, da das Kloster und die Stadt zusammenhängen, und die Berge nicht so hoch sein sollten; hier aber sehen wir nun, wie sich die Sache in Wahrheit verhält. Gin so schönes, treues Bild der Geburtsstadt Davids und unsers HErrn war bisher nirgends zu finden, und wenn auch der Lithograph aus den fettschwänzigen Schaafen, die im gelobten Land die gewöhnlichen sind, langschwän« zige gemacht hat, so sind sie auch so doch gerade hier eine leibliche Erinnerung an den Hirten und Sänger, der einst auf jenen Triften und Höhen im Hintergrund seine Schaafe weidete und hier auf diesem Wege auS« und eintrieb; sowie an die nächtliche Engelserscheinung, die den Hirten in jenem Thale dort hinter der Höhe des Klosters zu Theil ward. Jenseits deS im Hintergrund sichtbaren Frankenbergs (der Warte Beth, cherem bei Jerem. 6, 1.) ist die Gegend von Thekoa die Heimath des Propheten Amos, des Hirten; die ganze Bergreihe, die den Hinter« grund unsers Bildes ausfüllt, fällt nach Osten in das tobte Meer ab, das kaum eine Stunde hinter dem hier sichtbaren Hon'zont seinen tiefen 'Kessel ausbreitet. Links kommt der Weg von Jerusalem her, und geht durch Bethlehem hindurch rechts nach Hebron. Dieses an« muthige Bild, das so Vieles auf kleinem Raume darstellt und andeutet, ist gewiß eines der schönsten und bedeu« tungsvollsten des ganzen Werks, und macht die bis« herigen Abbildungen von Bethlehem, die sich als größten« theilö unbrauchbar Herausstellen, fast ganz überflüssig. Wenn wir nun endlich noch den Berg Thabor vor uns nehmen, so brauchen wir auch hier nicht erst von der Schönheit deS Bildes zu reden, zumal wir auch die Be« schreibung der Herrlichkeiten des Berges überhaupt einem Augenzeugen, wie Schubert, überlassen möchten. Ohne untersuchen zu wollen, ob dieses wirklich der Berg der t