Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 313 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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SIS noch sichtbar, das zweite liegt in der Mitte ganz nahe an der eigentlichen Stadt, die rechts den Hauptraum ausfüllt; zwischen ihr und dem zweiten Dorfe, etwa da wo auf unsrrm Bilde (fast ganz in der Mitte desselben), der vor der Mauer liegende kleine Hügel die Aussicht verdeckt, liegt der sogenannte Teich Davids, eine Eisterne von ungefähr zwanzig Schritten iur Umfang. Die Mo« schee über den Gräbern der Patriarchen mit ihren dritt« halb Thürmen beherrscht die Stadt und das ganze Thal, und zieht vor allem Andern die Blicke auf sich. Von ferne gesehen hebt sich die höhere Lage der am Abhang.hinauf . gebauten Stadt gegen die Tiefe des Thals im Vordergründe recht heraus; wäre der Standpunkt, von dem aus das Bild gezeichnet ist, höher, so würden wohl auch die Berge im Hintergründe höher erscheinen, aber die Stadt würde sich nicht so gut darstellen. Ein ansprechenderes Bild von dieser lieblichen Gegend, als wir hier vor uns haben, zu entwerfen, ist gewiß nicht möglich. Zwischen dem mittler« und dem links gelegenen Berge hindurch geht der Weg nach Jerusalem, das uns nun freilich ei, nen ganz andern Anblick darbietet. Von Jerusalem wird wohl ein Jeder schon mehr als Eine Abbildung gesehen haben, und wird glauben es zu kennen: dennoch können wir versichern, daß noch Niemand ein genügendes Bild der' Stadt gesehen hat, wer nicht dieses Bernatz'fche Bild sah. Die gewöhnlichen Ansichten sind entweder von Osten, vom Oelberg herab, oder i von Westen her, vom Wege von Joppe auS genommen: aber fast alle leiden an dieser oder jener Ungenauigkeit und Unrichtigkeit, und keines ist mit dem vorliegenden zu vergleichen, daö eiittr so klare Einsicht in die ganze Gegend und das Terrain der Stadt gibt, wie keines der bisherigen. Man stelle daS Bild in einiger Entfernung vor sich