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Das Morgenland · 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 234

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
7/8 (10.1838)
Date
1838-10-01
Page
Seite 234 (sequence 42)
Language
German
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234 ronymuS *) sehen, auch noch in den später» Jahrhunderten, war jene öde, felsigte Gegend der Lirblingöaufenthalt von Rändern, sondern bis auf unsere Zeit ist es damit so ziemlich im Gleichen geblieben, und man vernimmt nicht ohne Theilnahme, wie ein schlichter deutscher Handwerker vor nicht vielen Jahren sich in die gleiche Gegend gewagt hat, und durch besondere Obhut GotteS ««ebst seinem Reisegefährten aus der mehrfach obschwebenden Todesgefahr ist gerettet worden. Nicht viel über zwanzig Jahre alt, hatte er sich auf seiner Wanderung — er war seines Berufes ein Schneider — immer tiefer in den Osten hinein begeben, denn seit mchrern Jahre» trug er ein Verlangen in sich, Palästina zu sehen. Er selbst äußert sich darüber folgendermaßen : »der Wunsch, alle die Ocrter zu besuchen, wo einst mein HErr wandelte, und das Land, in welchem der erhabene Plan zur Erlösung des menschliche» Geschlechts ausgeführt worden ist, mit eigenen Augen zu sehen, beschäftigte meine Seele auf eine höchst beglückende Weise, und die Erfüllung desselben schien mir nicht allein den größten geistigen Genuß, sondern auch daS vollkommenste irdische Glück zu gewähren«. Er erreichte dieses Ziel seiner Jugendsehnsucht nnd fühlte sich überaus glücklich in Jerusalem unter dem gastfreundlichen Dache des Klosters St. Salvator, wo die Geistlichen vom Orden der Franciscaner protestantischen wie katholischen Reisenden eine erwünschte Unterkunft gewähren. Es genügte aber diesem frommen und wißbegien'gen Jüng- *) Dieser Kirchenvater, welcher im Jahr 33t unserer Zeitrechnung geboren wurde und im Jahr 420 starb, kannte Palästina durch einen etlich und Zvjährigen Aufenthalt in diesem Lande, und bemerkt, daß auch zu seiner Zeit räuberische Araber den Weg von Jerusalem nach Jericho unsicher machten.

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