Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 179 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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17» von ihm gehört, wie fleißig und geduldig es ist, wie es ohne Murren-schwer trägt, auf ein Zeichen niederkniet, um sich bepacken zu lassen, und wenn ihm die käst zu schwer ist, nicht beißt oder schlägt, sondern nur einen kläglichen, seufzenden kaut von sich gibt. Später haben wir etwa Gelegenheit gehabt, diesen orientalischen Fremdling lebend z» uns gebracht zu sehen, und er schritt vor unS einher, wie ein verwirklichtes Traumbild aus jugendlicher Vergangenheit. Da wünschten wir wohl, außer jenen allgemeinen Erinnerungen, noch etwas Ausführlicheres und Näheres über das Kamee! zu wissen, besonders in Beziehung ans die Bibel und das heutige Morgenland. Wohlan, wir wollen darüber Einiges mittheilen. Das Kameel hat einen schlanken Körperbau, langen Hals, kleinen Kopf und Ohren, graue oder braune Farbe und gewöhnlich 6'/» Fuß Höhe. Ausgezeichnet ist es durch den fleischigen Auswuchs auf dem Rücken, den Höcker, welcher seiner fetttgen Beschaffenheit wegen von den Arabern vorzugsweise gerne gegessen wird. Eine Art der Kameele hat zwei solche Höcker, die andere bloS einen. Jene mit zwei Höckern nennt man baktri attische*) oder türkische Kameele; sie sind die stärksten und größten, ttagen 800 bis 1500 Pfunde, werden aber von der Sonnenhitze angegriffen, und sind daher in dm heißen Monaten des Jahres unbrauchbar. In Syrien und Palästina sind nur die Kameele mit einem Höcker üblich; es gibt derm drei Arte«, das tnrkmannische Kameel, das arabische und der Dromedar. Diese tragen nur 500 bis 700 Pfunde. *) Saftrifft ist der uralte Name der Gegend, die jetzt die Provin» Balk oder den südlichen Theil der großen Bucharei bildet, und im Mittlern Asien liegt.