Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 91 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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»I bewohnen. Da ungeacht der so vielfach wiederholten Ber» ,Scherungen, daß die aufgestandenen Stämme bezwungen und die Unruhen beigelegt seien, dieses doch nicht der Fall ist und der Kampf zwischen Ibrahim, dem einstweiligen Beherrscher von Syrien und Palästina, und den kriegerischen Drusen sich mehr in die Länge zieht, als man vor einigen Monaten, noch eingestehen wollte, so wird es nicht unzweckmäßig sein, wenn wir hier die Hauptmomente dieses Kampfes zusawmenstellen, so weit dieselben bis jetzt zur öffentlichen Kenntniß gekommen sind und mit Wahrscheinlichkeit aus den verschiedenen Berichten sich entnehmen lassen. Als Mehemed Ali Syrien eroberte, gestattete er den Drusen im Hauran die Waffen zu behalten und versprach ihnen, nicht von ihnen zu verlangen, daß sie Rekruten zu seinem Heere stellen sollten. Aber dessen ungeacht verlangte der ägyptische Statthalter (Gouverneur) in Damask verflossenen Winter von diesen Drusen die Stellung von Rekruten. Ein Scheik (Aeltester), der dem Scheriff Pascha (Statthalter) Gegenvorstellungen machte, wurde von ihm ins Gesicht geschlagen und ayr Barte gerissen, was bekannttich im Morgenlande die gröbste Beschimpfung ist. Der Druse verbarg seinen Zorn und bat sich vom Scheriff Pascha ein kleines Heer zur Begleitung aus, damit die Rekrnten-Aushebung könne bewerkstelligt werden. Als aber diese Truppen in verschiedenen Dörfern deS Hauran ein- Ackerbau mit Erfolg betrieben, besonder« da, wo man durch künstliche Bewässerung den Mangel de« Regen« ersehen kann. Schon im April beginnt die Ernte der Bohnen, die al« Futter für Kühr und Schafe dienen und mit denen große Strecken Lande« besäet werden. Mit dem Mehl dieser Bohnen, da« mit Gerstrnmehl vermischt wird, füttert man auch die Kamee!,. Dann kommt die Gerstenernte und jii Ente Mai der Waijen. Der Waizen de« Hauran wird al« der beste in gan« Syrien gerühmt.