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Das Morgenland · 1838-07-01 · 2/3 (7.1838) · p. Seite 45

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
2/3 (7.1838)
Date
1838-07-01
Page
Seite 45 (sequence 13)
Language
German
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r 45 gethan und beendigt worden, sondern es ist durch diese Völker zu dem alten ein neuer Stoff hinzugekommen und dieser neue hat, so gut die Natur der Sache es zuließ, mit dem alten sich verschmolzen. Das ist es, was Rebukadnezar gesehen hat, wenn ihm die Füße der Gestalt — * der letzte Theil der Weltmacht — zusammengesetzt erschienen aus Eisen und Thon. Eisen bezeichnet die Römer, der Thon die hinzugekommenen nordischen Stämme. Von diesen wird gesagt, daß sie sich zwar in menschlicher Weise mit dem alten römischen Stamme vermengen würden, aber sie könnten nicht auf die Dauer aneinanderhalten, gleich, wie sich Eisen mit Thon nicht mengen lasse (Dan. 2, 43.). Man hat auch in der Reformation gesehen, daß diejenigen Volksstämme am bereitesten wäre«, das geist-, liche römische Joch abzuschütteln, welche am wenigsten mit dem römischen Wesen verschmolzen waren, während römisch-katholisch diejenigen geblieben sind, welche seit der Völkerwanderung ttefer mit Rom und seiner.ganzen Art sich eingelassen. Alle die Völker, deren Sprache schon eine Tochter Roms ist, sind in der Reformatton der Mutter treu geblieben. Die protestantischen Bevöl, kerungen von England, Schottland, Schweden, Däne, mark, Holland und eines guten Theils von Deutschland hatten überhaupt die alt-germanische und deutsche Stammesart besser bewahrt. Wenn nun auf die angezeigte Weise im Traumbilde des Nebukadnezar Rom sich dargestellt hatte in seiner dop« pelten Gestaltung, als das Rom der früher« Zeit und als da- Rom des Mittelalter- und der neuern Zeit, so sah Daniel ebenfalls diese Macht in ihrer zweifachen Erscheinung, nämlich als das heidnische und als das christliche Rom, nur daß ihm diese Macht von ihrer inner« Seite und nicht blovon außen gezeigt wurde.

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