Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 1 (6.1838)
- Date
- 1838-06-01
- Page
- Seite 26 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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r« falls nicht halten konnte. Diesen kurzen Angriff der Fran« zosen abgerechnet, stand Palästina in neuerer Zeit unter der unangefochtenen Herrschaft deS türkischen SultanS in Eonstantinopel bis ins Jahr 1832. Da führte Mehemed Ali, der türkische Statthalter von Aegypten, der den Tittl eines Vicekönigs von Aegypten hat, Krieg wider seinen Oberherrn, dm Sultan in Eonstantinopel. Die Lgypti, schen Truppm waren angeführt von Ibrahim Pascha, dem Sohne des Mehemed Ali, und dieser Ibrahim drang mit solcher siegreichm Gewalt vor, daß nicht nur die Türken ihm bald ganz Palästina und Syrim überlassen mußten, sondern er sogar in Kleinasien einrückte und bei Konia oder Konjeh in großer Schlacht (im December 1832) die Türken schlug und selbst den Großwessier gefangen nahm. Diese Stadt Konia hieß ehemals Jconium und kommt mehreremal in der Apostelgeschichte vor. Paulus und Barnabas predigten daselbst das Evangelium, da sie durch Berfolgungen aus Antiochien und Pisidien vertrie» ben worden waren, und es entstand dort sehr bald eine ansehnliche Christengemeine. In unfern Tagen ist die Stadt von Türken, Griechen und Armeniern bewohnt. Ibrahim, nach diesem Siege bei Konia, hätte aller Wahrscheinlichkeit nach mit leichter Mühe ganz Kleinasien erobert und vielleicht den Thron des Sultan in Eonstan» tinopel umgestürzt. Aber die Russm erklärten, daß sie diesen letztem beschützen wolltm. Da zog sich Ibrahim wieder über die Gebirge nach Syrien zurück, und es kam ein Kriedrnsschluß zu Stande, nach welchem Ibrahim im Besitze dessen geblieben ist, was er erobert hatte, nämlich der Provinzen Syrien und Palästina. Aber die grausame und gewaltthätige Weise, mit der er regierte, war Ursache, daß schon mehrere male Aufstände gegen ihn ausbrachcn, die er aber immer wieder glücklich dämpfte. Jedoch ver«