Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 1 (6.1838)
- Date
- 1838-06-01
- Page
- Seite 20 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Abraham, der Ausländer, wo nach der Grundsprache wohl besser stände: Abraham, der Ebräer. Jndeß bleibt auS Gründen, deren Auseinandersetzung hier zu weit führen würde, wahrscheinlicher, daß Ebräer von Eber abzulei« ten sei. Diesen Namen Ebräer trugen die Israeliten Haupt» sachlich bei den Ausländern. Sie, unter sich, nannten sich »Söhne Israels" oder wie es in Luthers Übersetzung heißt: Kinder Israels. Fremde aber gaben ihnen gewöhn« licher den Namen Ebräer. Daher finden wir in der Bibel diesen Namen besonders dann gebraucht, wenn Fremde redend eingesührt werden, oder wenn Israeliten zu Fremden reden. Z. B. im 4ten und im 14ten Cap. des 1. B. Sam., wenn die Philister von den Israeliten sprechen, so nennen sie sie Ebräer, oder wenn Jona den Leuten auf dem Schiffe ansagen soll, wes Volkes er sei, so spn'cht er: Ich bin ein Ebräer (Jon. 1, 9.). Der Name Land der Ebräer, um damit das Land Canaan oder Israel zu bezeichnen, war daher auch be« sonders bei den auswärtigen Völkern gebräuchlich und der jüdische Geschichtschreiber Josrphus wendet ihn öfters an, eben weil er sein Werk für die Ausländer schrieb. 4. Ganz anderer Art ist der vierte Name: das heilige Land. Dieser ist mehr ein Ausdruck der Ehrerbietung für das'was Gott in diesem Lande gewirkt hat. J&i konnte nie ein gewöhnlich gangbarer Name sein. Doch findet man ihn hie und da, besonders in älter» und in jüdischen Schriften. In der Bibel kommt er vor in dem Propheten Zach. 2, 12. -. Viel gebrauchter, besonders bei uns, ist der fünfte Name: Land der Verheißung, oder gelobtes Land. Gott hatte dieses Land dem Abraham schon (1. Mos. 14,18.) und allen Patriarchen gelobt oder verheißen, und darum