Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 1 (6.1838)
- Date
- 1838-06-01
- Page
- Seite 13 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Jsmael sich rühmend, in einer seit bald vier Jahrtausenden nie verlorenen Freiheit, durchstreifen sie heute noch dieselben Wüsten, in denen, nun vor 37 Jahrhunderten, ihr Stammvater, der gute Bogenschütze (1. Mos. 21, 20.), seine ersten Pfeile abschoß. r Wir kehren zurück zu Isaak, dem Sohne der Verheißung. Er hatte zwei Söhne, Jakob und Esau; auf den erster» ging der väterliche und großväterliche, außerordentliche Segen über; der andere blieb wenigstens nicht ungesegnet und wurde ein großes und mächtiges Volk. Esau trug außer diesem Namen, welcher so viel bedeuttt als haaricht, noch einen zweiten, nämlich Edom, was roth bedeutet; über beide Namen sehe man 1. Mos. 25, 25. 30. Der letztere Name, Edom, ist, wie eS scheint, von Esau vorgezogen worden, denn seine Nachkommen, die, nach dem Gebrauche jener Zeit, nach ihrem Stammvater sich nannten, find in der Geschichte als Edomiter bekannt, und ttagen nicht einen, von »Esau« abgeleiteten Namen. Esau oder Edom zog sich mit seinem Hause gegen Süden. Gleichwie Abraham seine andern Söhne veranlaßte, daß sie mehr ostwärts ihre Wohnsitze nahmen, damit dem Isaak Palästina bleibe, so sollte nach Gottes Rath, dieses Land auch nicht dem Esau, sondern dem Jakob zufallen, und deshalb fand ersterer sein Erbtheil in den südlichen Gebirgen. Jndcß ist es nicht wahrscheinlich, daß er gerade aus diesen Gründen das Land der Verheißung geräumt nnd absichtlich seinem Bruder Jakob 'überlassen habe. Ihn unmittelbar hat vermuthlich irgend ein anderer, zunächst wohl irdischer Beweggrund veranlaßt , lieber in den gebirgigen Mittagsgegenden seinen Wohnsitz zu nehmen. Was nun aber auch die Veranlassung mag gewesen sein, welche ihn zu. diesem Aufenthaltsorte hinzog, so ist er von da an« die Wohnstätte