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Der nationaldeutsche Jude · 1928-10-01 · Nr. 5/10 (Oktober 1928) · p. Seite 11

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1928
Issue
Nr. 5/10 (Oktober 1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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11 Verbandsnachrichleu. 1. $«iwt»crf«MmlNiig. Die ordentlich« Hauptversammlung des Verbandes, die am 18* Mai d. 3. stattfand, brachte in erster Linie die Neuwahl des gesamten Vorstandes. die gemäß der Satzung nach je drei 3ahren erfolgen muh. Der engere «geschäftsführende) Vorstand wurde einstimmig durib Zuruf wiedergewählt und durch die bisherigen Mitglieder des weiteren Vorstandes Direktor Emil Simonsohn und Frau Margarete Pulvermann ergänzt: der geschäftsführende Vorstand besteht somit jetzt — einschliehlich des Ehrenvorsitzenden l)r. Mai Raumann, der satzusigsgemäß ständig Sitz und Stimme im engeren Vorstand« hat — aus zwölf Personen. Die Betteilung der Armier innerhalb des geschäftsführenden Vorstandes ist unoerändett geblieben <1. Vorsitzender: Iustyrat vr. G. Sieg mann. 1. st e I l v. Vorsitzender: Chefredakteur vr. S. Breslauer. 2. st e I l v. Vorsitzender: Kaufmann vr. M. Blochert, Schatzmeister: Verlagsbuchhändler H. Eoldschmidt, Schriftführer: Rechtsanwalt W. Simon). 3n den weiteren Vorstand wurden durch Zuwahl ausgenommen Facharzt vr. Alfred Caro und als Vettreter der Verbandsjugend cand. med. Reinhard Wolff. Aus dem weiteren Vorstand ausgeschieden sind Geh. Sanitätsrat vr. Rosenmeyer «Frankfurt a. M.). der mit Rücksicht auf sein hohes Alter seine Aemter in allen Organisationen niedergelegt hat. ünd Bankier B l a n ck «Hannover), der schon seit längerer Zeit durch Krankheit an der Ausübung seines Amtes behindert war. Sonstige Veränderungen sind nicht eingetreten. — 3m übrigen erfolgte in der Hauptversammlung die Erledigung geschäftlicher j Angelegenheiten. Dem bisherigen Vorstände wurde.Entlüftung erteilt. Die Rechnungsprüfer werden in! Zukunft durch Vorstandsbeschluh aus dem Kreise der nicht! zum Vorstand« gehörigen Äerbandsmitglieder bestellt. Eine Satzrngsbejtimmung, deren Auslegung bisher strettig war.! wurde dahrn klargestellt, dah auch an Otten, an denen eine ' Ortsgruppe besteht, einzelne Mitglieder dem Verbände angehören dürfen, die aus persönlichen Gründen sich der Ortsgruppe nicht anschliehen wollen. — Die Aussprache über die , Verbandspolitik ergab völlig« Uebereinstimmung mit der j Amtsausübung des Vorstandes: sie bot im übrigen wettvolle > Anregungen für die weitere Verbandsarbeit. 2. Halle. Der ostjüdische Zionist Rahum Sokolow, ein Führer der internationalen zionistischen Organisation, hat in Aussicht genommen, auf einer Werbereise auch Halte zu berühren. Es ist angeregt worden. Herrn Sokolow durch den.Vorstand der jüdischen Gemeinde offiziell begrüßen zu lassen. Die Ottsgruppe unseres Verbandes wird Maßregeln treffen, um gegenüber dieser Anregung den Standpuntt der deutschfühlenden 3uden der Gemeinde Halle zur j Geltung zu bringen. r 3. Veranstaltungen. Di« Beschlußfassung über die Winter- Veranstaltungen erfolgt in einer Vorstandssitzung, deren Beschlüss« bei redaktionellem Abschluß dieses Blattes noch nicht oorliegen. Es ergehen besondere Einladungen.! 4. Wien. Die „Reue Gemeinschaft Deutscher ^Schriftsteller" zu Karlsruhe hat, wie der Wiener „Tag" meldet, dem Vorstandsmitglied unseres Wiener > Schwesterverbandes Herrn Fred Hornik-Harden den dritten Preis verliehen. Der Vorstand. Achtung! - Zionifiengesahr! Reiner» Pfennig für englische Zwecke! Alle Anzeichen deuten darauf, daß die Zionistisch« Organisation im Begriffe ist, eine nette großzügige Bettelaktion für das bankerotte Palästina-Unternehmen einzuleiten. Die Herren Weiznrann und Aokolow veranstalten werbereisen; die jüdifchnationalen Vorstände deutscher Kultusgemeinden rüsten zu ihrem Empfang. )n Berlin sprach vorer^ der englische Nichtjude Lolonel Wedgewood, unterstützt von einigenoffiziellen Zionisten und von Herrn Georg Bernhard. )n der „vossischen Zeitung" heißt cs: „Es hinterließ einen tiefen Eindruck, als er, der Nichtjude, an das Gewissen der gesamten Iudenheit für das Gelingen des begonnenen Werkes appellierte". Der Nichtjude Wedgewood weiß natürlich sehr genau> warum er auf deutsche Geldgeber Eindruck machen will. Es ist derselbe Herr, der sich offen dafür einsetzt, aus dem „Mandatsland" Palästina eine englische Kolonie zu machen. Wer für diese» „begonnene Werk" sein Geld gibt, »nutz wissen, datz e» für englische Zwecke geschieht. wer genug Geld für wohltätige Zwecke hat, findet in Deutschland Möglichkeiten zur nützlichen Verwendung in Hülle und Fülle. Denkt an das Sprichwort desselben Volkes, dem der Engländer wedgewood angehört: < Barmherzigkeit beginnt zu Haufe! Der Vorstand.

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