Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 9 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6682492-5438640-5438784--097-4871314- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I -1-!- ■■■ ■ -- ' . -«-4- .. ■ - _j_ Jahrgang 1925 September 1 I , " 1 Hr. 9 natronal-mWeIu-e 4 J ... MttvttüntMM _ . '*u\ oesDnVanoesmMoMüoWchLpW > S^rasoreis (ftnyhwtiwm , tVnlVfpfftfMnitg|f^>yn slle -esV-rbarr-es:VeeÜn rv. Ss. slmnoshoi >: Kretzjchmar.VerÜttw.-.Jägerftr. 9. rhen:Lutzow ( SS69) «toBerUnNo.HlL^l. muT* iffl+B H+HfHtHmH I4H-H Hi Hl Hi H+H miiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiinimimnnm4w „3>cutfctjc^ und „jüdische" Dinge. . j i Auf de», Wiener Zionistenlongreß ward der Zusammei^uiNch der Iudenstaate.Utopie besiegelt, vorbei ist der Traum von der „nationalen Heimstätte^", von dem „jüdischen Volke auf eigenem Boden". Vir jüdischen Deutschen wollen es unseren Kindern sagen, damit sie Antwort wissen, wenn ein Märchenerzähler sie zu umgarnen sucht. Im übrigen geht uns dieser Sterbefall nichts an. Mögen sich Engländer, Araber und.Iüdifchnationale im fernen Land an der teiche streiten. Aber doppelt wachsam wollen wir im eigenen Lande sein. Hier ist der Tummelplatz der Talmi» i Zionisten, der Halbnationastn, die „deutsch" und auch „jüdisch" sein können, je n^ch Bedarf. Ihnen wollen wir auf die Taschenspieler-Finger sehen, damit sie uns nicht unser deutsches Vaterland unter! den Füßen wegzaubern.! Aus dem wortgetöse, das man während des preußischen verbandrtages jüdischer Gemeindendem« Debatte nannte, schmettert das Vort eines Zionisten hervor: '!! „In jüdischen Dingen sind wir Juden, in deutschen Dingen sind wir deutsch". ' Tin harmloser Hörex^ I»,de oder Lhrist, mag glauben, daß hier die „Patentlösung", die rettende Formel für Deutschlands Iudenheit gefunden sei. Schälen wir den Kern heraus. Tin Zionist hat den Satz gesprochen!; lva» ist diesen Leuten „jüdisch", war ist ihnen „deutsch"?. I I Vir brauchen nicht lange nach Erläuterung zu suchen. Der gleiche Redner hat am gleichen Tage wörtlich gesagt: „Vir wissen, daß durch ostjüdischen Geist und ostjüdische Kraft da» ersterbende Judentum in unserer Mitte sehr oft eine Auffrischung erhalten hat". i Und weiter: * „Es kommt darauf an, dafür zu sorgen, daß ein Geschlecht un» folgt, hoffentlich noch mehr vereint, noch jüdischer al» da» abtretende Geschlecht, und deshalb bekennen sich meine Grunde uneingeschränkt zu dem Prinzip der jüdischen Schule, wir wissen, daß lediglich die jüdische Schule den jüdischen Menschen entwickeln kann". Und einige Wochen vorher in der Berliner Repräsentantenversammlnng: Ich weiß von mir, daß ich mich mit diesem Staate und seiner Kultur eng verbunden fühle, und daß ich mich in der Treue zu seinen Instttutionen von niemandem übertreffen lasse. Das ändert aber nicht» an meiner Meinung, daß wir im Galuth leben. Ich stehe auf dein Boden der jüdischen Religion, für mich ist jüdische, nationale Ueberzeugung und der jüdische religiöse Gedanke nicht zweierlei, sondern etwa» Einheitliche», absolut Zusammenhängende», da« sich nicht trennen läßt. Der Staat, dessen „Instituttonen" der Redner freundlichst die Treue halten das gleiche Deutschland ist ihn, „Galuth" und Galuth heißt auf deutsch: die fremde! will, ist unser Deutschland, aber Begreift Ihr, jüdische' Deutsche, , war das Wort „deutsch" im Sprachgebrauch dieses Leute bedeutet? „Deutsch fein" heißt für sie schwachherziges Staatsbürgertum mit überlegen spitzfindiges Wirtschafts, und „Kultur"-«Serede mit schmachtendem Blick ans das' ^bürgerlichem Einschlag, heißt sich turmhoch überlegene Ans«