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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1924-01-01 · 1 (Januar-Februar-März 1924) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1924
Issue
1 (Januar-Februar-März 1924)
Date
1924-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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für un» nicht um dir Frag«- > Juden. Dab t» anftandtz, Juden außer allem Zweifel. Ikrj Zahl zur Zahl der Deutschen so gering darauf erheben können. besonder» b«a> weil sie Juden sind. (!) verändert der alte: Kein >§ oder unanständige > strhl auch für uns der im Verhältnis st« leinen Anspruch , v«.^tet zu werden, nur Unket, Standpunkt ist unude soll dja» Recht Habens in ituna (Deutschnational) 5. 2. 2t ter dem Blatt gemachten Angabe Herrn vr. Klee nach Wien »im jrn erfolgt sei*. h) S. S8. fammlungsbericht. Die Aeußrnatürlich verschwiegen; ebenso - tisch) 8. 2. 24. über den Vortrag de» Herrn der (beschichte der Franksurler ung der Ortsgruppe Frankfurt deutschen Angelegenheiten inttzureden." Der Berit»«» Meftmr (Patteilhs, national) 5. 2. 24 Abdruck einer Betichtigung de« Major» Anker, in de, er sich gegen teilweise fassche Wiedergabe seiner Worte verwahrt. Reue Preußisch« (Kreuz.) . Teilt mit, das» nach «i die mylteriäse Reise de» L Jahre lSI4 bei Kn«g»begt> Jüdllch« «uudschuu (Zionistis, Völlia verlogener Bei runa Oskar Lohn» wird natürlich wird di« Erklärung der deutschnätionalen Parte wörtlich milgeteilt. Frankfurter Kettung (Demokr, Ausführlicher Bericht Justizrat vr. Dietz »Aus Juden* in einer Dersamm (vgl. Verbandsnachrichten). Schweizer M»«Msb»fte Februar lS24 Längerer Auffatz »Judentum und Staat", gezeichnet E. E. Sehr wohlwollende Würdigung unserer Bestrebungen. Polemik gegen den »Kultur-Zionismus". Stichprobe: »Auch die Deutschen selbst täten klüger, die Bekämpfung der jüdischen Gefahr den Inden selbst zu überlassen. M. N scheint durchaus sowohl die Integrität als auch das Kaliber zu haben, diesen Kampf sie zreich zu bestehen, wenn er ihm nicht durch die untergeordnete Wühl- und Hetzarbeit einer gewissen Presse, in der dos Deutschtum sich selbst ins Unrecht setzt, unmöglich gemail t wird." Schlesisch« volk«r«it»»g (Zentrum- Bericht über den Bittrag unsere» _ Wachsner in Breslau. Im ganzen wohlwollend, aber mit einigen Mißverständnissen, (ve. Wachsner hat an dos Blatt ein berichtigende» Schreiben gerichtet. Die Schrift!.) «Suche»« Reuest« Rachrichte» (National) 29. 2. 24 I Notiz »Deutsche und undeuHhe Juden." Wiedergabe einer Zuschrift au» den Kreisen unserer bayerischen Mitglieder über die Berliner, issentliche Versammlung. »Wir nationaldeütschen Juden wollen trotzdem die Hoffnung nicht aufseben, daß sich schließlich allgemein die Ueberzeuaung durchsetzt, daß nur eine nationale Bewegung, die alle deutschfWenden und deutschbewußten Kreise ohne! Rücksicht aus Abstammung, Religion und politische Einstellung erfaßt, unser Vaterland besseren Zeiten entgegenführen kann." Ferner liefen: Israelitische» Famtlienblatt (der sachliche Redatteur. der vorübergehend beschäftigt war, ist abgebaut; das Blättchen keift jetzt wieder fast in jeder Nummer): Der »Israelit" (Organ der Agudah Jisroel, beruft sich aus die Berliner Vollszeitung!> > Abgeschlossen 29. 2. 24. 20. 2. 24. Mitgliedes vr 2ur frage äer öffentlichen Versammlungen. Vernehmt mich recht! Wie ihr doch tut! Gesteht, ich kenn' die Regel» gut, Und daß die Zunft die Regeln bewahr'. Bemüh' ich mich selbst schon manches Jahr. Doch einmal im Jahre fänd' ich'S weise, Dah man die Regeln selbst probt«'. Ob in der Gewohnheit trägem Gleise Ihr' Kraft und Leben sich nicht verlier': Und ob ihr der Natur Noch seid auf rechter Spur, Das sagt euch nur. Wer nichtweiß von der Tabulatur. (Meistersinger l, 8.) A« tze, «chelchmwße» ela« Slmfichkgeu. Ich begreif« den Antisemitismus. Wir Juden haben uns, wenn auch nicht durch unsere Schuld, als Fremdkörper inmitten oeücheedener Nationen erhalten. Wir haben im Ghetto «ne Anzahl geseMchastswidrig« Eigenschaften an genommen. Unser Charakter ist durch den Druck verdorben und das muß durch einen anderen Druck wieder hergeftellt werden. Tatsächlich ist der Antisemitismus di« Folg» der Iudenemanzipation. Nun war es «in Irrtum der doktrinär Freisinnigen, zu ' glauben, daß man die Menschen durch eine Verfügung im Reichsgesetzblatt gleichmacht. Als wir aus dem Ghetto heraus, kamen, waren und blieben wir zunächst noch die Ghettojuden. Man mußte uns Zeit lassen, uns an die Freiheit zu gewöhnen. Diese Großmut oder Geduld hat aber die uns umgebende Bevölkerung nicht. Sie sieht nur die üblen und auffälligen Eigenschaften der Freigelassenen und ahnt nicht, daß diese Befreiten unschuldig Bestrafte waren. Hinzu kommen die sozialistischen Zettideen gegen das bewegliche Kapital, dem sich die Juden seit Jahrhunderten ausschließlich zuzuwenden gezwungen waren. Wenden sich die Juden aber vom Seide weg zu Berufen, die ihnen früher vorenthalten waren, so bringen sie einen fürchterlichen Druck in di« Erwerbsverhültnisse der Mittelstände; einen Druck, unter dem freilich sie selbst vor willen leiden. » « » (Aus Gesprächen mit dem Herausgeber einer groben Tageszeitung.) Ich stellt« ihm vor. daß die Zeitung dieser Ftage nicht werde ausweichen können. Sie werde früher oder später Farbe bekennen müssen. ..Ja", meinte er. „wir haben auch 20 Jahre lang nichts von der Sozialdemokratie gesprochen" ..... Was man der Zeitung als Kurzsichtigkeit zum Vorwurf gemacht hatte: daß sie den Antisemitismus so lange tot- - schwieg — war ihre Politik! Ich sagte: „Diese Sach« werden Sie schließlich ebensowenig verschweigen können, wie den Antisemitismus.". B. (der Herausgeber) scherzte: „D!e Inden werden Ihnen mißmutiger zuhören, als die Christen. Sie werden der Ehren- Antisemit werden!". Habe mit B. gesprochen. Er hat viele schwere große Bedenken. Hauptgefahr, daß ich sage: wir können uns nicht assimilieren. Das werden die Antisemiten aufgreifen, wie sie überhaupt die für sie brauchbaren „Weinheerln" aus meinem Tert herauslösen und dauernd zitieren werden. . Ich antwortete: „Wer so etwas untentimmt wie ich, der niuß sich natürlich darauf gefaßt machen, daß ihm zuerst die Schusterbuben nachlaufen.". Er schrie: „Das werde ich nie zugeben. Ich kann mich nicht auf Ihren Standpunkt stellen. Es gibf keine Iüdenfrage. es gibt nur eine Menschenfrage." Er (ein Rabbiner) hatte einige groteske Einfälle: er würde sich lieber vor dem Tempel in der . . . gasse totschlagen lassen, ehe er den Antisemiten nachgäbt. Er „will nicht die Flucht ergreifen", und was der bekannten Scherze mehr sind. Er sprach auch von der „Mission des Judentums", wel^ darin ' bestehe, m aller Welt zerstreut zu leben. Von dieser „Mission" sprechen alle, denen es am jetzigen Wohnorte gut geht — Hber auch mir die. Von H. aus L: ein entmutig!«« Brief. C. G. habe ihn kommen lassen, ihn beschworen, vom Kongreß abzustehen, damit keine „Spaltung" unter den C. Z. entstehe ..... , Ich schreibe H.. er solle unverzüglich, unbekümmert, mit^ seinem Anhang darauflos marschieren. Spaltung — taut pis! Von allen diesen Pickwickier-Clubs und keaciquatters will ich nichts mehr wissen.. Eben zündete ich meinen Kindern den ^Weihnachtsbaum an, als G. (der Rabbiner) kam. Er schien durch den ..christlichen" Brauch verstimmt. Na, drücken laste ich mich nicht! Aber meinetwegen soll's der Chanuka-Baum heißen — oder — die Sonnenwende des Winters? > » » . , In der Berliner A. Jsr. W. fällt K. oom^B. C. über mich her und „verreißt" mein Buch ungefähr im Radauton der Berliner Theater-Hyänen. die ein« Premiere heruntermachen. » * „Überhaupt", sagte ich, „gehört es zum Unglück der Juden, »aß man sich mit ihnen gar nicht zu beschäftigen wagt, wenn nim ihnen wohlgesinnt ist. Ae sind in den kmgen Mattem o wehleidig geworden, daß man fie gar mcht zu «berühren'wagt. Mein wärmster Anhänger ist bisher — der P.er Antisemit z. v. S.. der mich mit schmeichelhaften L«tattikeln dom- »ardiett und mir jeden Aufsatz in zw« E-emplaren zuschickt. (Wörtliche Wiedergabe m»« den Tagebücheru Theodor Herzt». de« Tchöpfer« de« politischen Zion,«mu«.)

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