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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1921-09-01 · 1 (September 1921) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1921
Issue
1 (September 1921)
Date
1921-09-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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U» ,,»»»» «»»HM i - » , , P.Ws,^k Vena da» für den DeeaGiv, z> Verb»h»»g>» ...-' - ., ' - ^stEktzt. höhst» MlHstV»g>ß»vche»' k, »mststr; MW» MAbeift<»Br«»»br F»»«^r Äi »aperem SVer bMjoeussch«. sstlsteat «u» äachiü <st>PtogaomaE, habMHes «SckPntzkr, aaf dBW Sesä««-ia »ad Absichten sauber uad Überstchtllch «ach Zister» stob. Wohlan, wir wolle» chneche» aH, MÜter vo» ell» b«« Ltngestühl der ' »Hilf Dich ilkN«^ s-i'» " mm N, IMHM, Up, w» e» 1»a> ist unserv-ldstitsch« Heimat» tjst: wfi^dst»», wolle» mit Leib uad Seel« Der SLager fitzt. Fanget an! I Unser Progr«nnm läßt fich in «säen Kftz zusammen-j drängen. . j Wir »olle» dt« <vr»»blage fchstffe» füegemrt«- snnre Arbett nattoaaldreetfiher Lüde» »ad »atto« nalde»tschrr Richtsade« 'tzetzi^ Wleddrmkfda» de» arme», geefihlageme» Vitte^laRdeO. Daß diese Grundlage heute nochfehlt, kann niemand leugnen. Da* deutsche Msist zerrissen in zuvei Bevölkerungsgruppen. Hi« Nichtjuden, hie Juden. Wie es dazu kam und ob «o so kommen mußte, wir wollt« e» heute nicht! untersuchen. Die Tatsache besteht und selbst «in Blinder muß. sie wahrnehmen, er kann sie mit Händen greisem Unter de« Juden 'wie unter den Nichstuden find Nationaldeutsche, sind solch«, denen Deutschland im Herzen über alles geht, die nicht anders als deutsch empßnden und den Können. Aber sie können zusammen nicht kommen, da Wasser ist allzu tief. Wir müssen erst dif Brücke von Uf, zu Ufer schlagen. . Wer gemeinsam mit einem anderen arbeiten will, mu Verständnis für Vas Wesen des anderen haben. Das gi> für ganze Gruppen wie für de« einzelnen Menschen. Di, nationaldeutschen Nichtjuden müsst« Einblick gewinitra in das wahre Wesen der Juden, di« nationaldeutsch«» Juden in dN > der Nichtjuden. Heute weiß keiner izpn dem anderen mehl» als was ihm di« landläufigen Schlagworte sagen, was ihr» in frühester Jugend als Vorurteil^eiageimpst wird. Luden und Nichtjuden Hauben sich zp kennen, aber sie k»»««n sich nicht. Sie müssen sich kennen lernen. Der Njchtjud« meint, Jude sei Jude, einer wie der anders Er muß lernen, daß diese Meinung rin Vorurteil ist. Daß die jüdische Abstammung zwar Gleichmäßigkeiten der Erichst-ung, des Temperaments und der besonderen Veranlagung» für diese und jene praktische Tätigkeit begründet, dqß »her das verhillstG zu« D'tzGchtstst ausschlkßlljh hestinunt »Kd durch da» ^fühl »nk «H bsts» -MfW bei Jude« genau so rerschjstMhtti» ist- »M-chet SvchtjudL. Daß auf demVod« dtiG»fych!M»öersi dst natia»»lr«utsch« Jude mit dem patioaaldeutschen Mh»h«a Wtzulter' an -kchultrr stslst^inib von dem Jod«, der «cht «ationalbeutsch fichlt, durch eme unüberbrückbare Kluft getrennt ist. Dar Jude meint, jeder Nichtjude sei im Grund« sture« Herzens ^Antisemit*, und er stellt sich vor, jeder Sntismrit W wie der and««!. Auch er muß lern«, daß diese Meinung «W» Vorurteil ist, auch « muß Verständnis gewinne« für die Eeek des nichtj-dischen'Deutschen. Er muß lernen, daß nicht jede- »Antisemit* riy rettvngsloser Dutum köpf oder^ ein vürtnIstchfiM Gekchästsmam, ist, baiß di« Menschen, die sich. setbffAntisemiten nennen, vgp «mand«. so vstschkdea sioil» avie.« Menschen nur sein ckännen. Wohl gibt es »Gefühls-Antisemiten*, mit denen kein vernünftiger Wort zu reden ist, weil! der Judenhaß ihnen zur Awangsvorstrüuug wur-e und. ihr! Gefühl im Banne hält. Wohl gibt es »GeschäftAAntistmiten*, für dk der Judenhaß.nur «st Mittet zun» Zweck ist, die ohne Bedenken in'» andere ßdger übttgehen, wenn dott d« größere Vorteil winkt. Aber der' deutfitze Jude muß fernen, daß diese beid«n.HrvpAr nur einen winzigen Bruchteil der« darstellen, dk sich, sell>st für Gegner der Juden shasten. Daß unter dem wejlau» überwiegenden Rest sehr thrliche, vornehme und kluge Menschen - sind, dk nur därmnl dk Gesamtheit d« Juden für widerwärtig und schäoltzh haltest, weil si»k» ^V^rurteile verstrickt sind, »veii sie chkchelfrscheistmtzN» deeallgöneinern, weil sie dst Juden aichk^kstlnta. Wk bringen! »vir dk beiden Gnrppen zusammen, dk'im Gefühl für' das Deutschtum zu einander gehören? Wk Überdrücken wir das tiefe Wasser? ', Indem wir nicht blmdktvas auf jeden wahren und vermeintlichen »Antisemlluv* gleichmäßig losschlagen, indem wir unterscheiden lernst,, wen wir in berechtigter Notwehr bekämpfen müssen und wen wir mit Wort und Tat davon üb«zeugen können, -aß seine Meinung üb« die Juden nur ein Vorurteil ist. Der Antisemitismus als Grwppenerschetnung kann, nicht bekämpft, er »nutz ^-gebaut werden« Lebet »anständiges. Antisemit gibt zu, daß es »anständige* Juden , gibt. Aver er hält sie für Ausnahmen, die nur dk Metzel bestätigen. ,Er wird aufhören/ ein Antisemit zu sein, wenn wir ihn, beweisen, daß die Judeii, dk fühlen wi- «, nicht nur Einzelerscheinungen sind, daß sie eine starke Gruppe in der Gesamtheit der, deutschen Juden bijden. Er-wird "bereit sein, mit uns zusammen gegen alle ' Mnde des Deutschtums, jüdische wie nichtjützischt, zu kämpfen, iv«,n wir ihm dartun, daß wir'nicht eine Handvoll Urb«- k

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