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Der Orden Bne Briss · 1936-05-01 · Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1936) · p. Seite 60

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1936
Issue
Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1936)
Date
1936-05-01
Page
Seite 60 (sequence 19)
Language
German
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Büche Martin Huber, ..Alis Tiefen rufe ich Dich“. 23 Psalmen in der Urschrift und mit der Verdeutschung. Schocken- Biicherei. Bd. 51. i Die vorliegende Sammlung von Psalmen bietet Klage- und Dankgebete' des Einzelnen und der Gemeinschaft. Eine stienge Scheidung zwischen beiden Arten gibt es nicht: .Wer sein Innerlichstes zulänglich zu Worte brachte.: hat eben damit der Gemeinschaft ihr Wort geboten.“ | Buber*hut sich in das Wesen der Psalmdichtung eingefiibJt aufmerksam ihrer Sprache, dem Rhythmus ihrer Vdrse gelauscht. Demgemäß vermag er seine Auswahl systematisch durch alle Phasen der Hingegebenheit an Gott aufzuhajuen. Die Verdeutschungen ,.Poale awen" „Harmwirker“} ..Zebaoth” — ..Umscharter". ..jischre lew" ..die Herzen.'jgraden". ..nochri" ..ausheimisch" werden nicht nach 'jedermanns Geschmack sein. Aber trefflich spiegelt die Verdeutschung den Rhythmus des beigedrucklen Urtextes >jnder:.' Hans Hach. ..JiidischeLMemoiren aus drei Jahrhunderten“. Schocken-Bücherei. Rd. 52. Diese - Sammlung zeigt interessante Partieen aus gröberen. fn.der jüdischen Literatur wohlbekannten Memoirenwerkerj auf. z.. B. (ilückel von Hameln. Aron Isak. Salo- .mon Maimon. A. H. Heymann. Rodenberg. Lazarus etc. Ls sind keine sog. „repräsentativen Dokumente“. Ihre »Verfasser haben diese Bekenntnisbiiche-r meist nur für den engsten ‘ Kreis ihrer eigenen Familienmitglieder niedergeschriel^en. So stehen denn naive ' Schilderungen neben ..Proben einer bewußten novellistischen Kunst und Zeitbilder^ die den geschulten Blick des wissenschaftlichen Beobachters erkennen lassen." Der Herausgeber möchte in tinf hinter idem Einzelnen Zeitbilder geben, .eine längst versunkene Kultur aus kleinen Details auferstehen lassen. Unmefklich entrollt er uns den Ablauf des Einwachsens der Jaulen in die Kultur der Umwelt. Mit Vergnügen — und Gewinn — lesen wir diese neueste Gälte des Verlages Schocken, die zugleich eine Lücke in der Geschenkliteratur ausfüllt. Flavius Josephus. „Das Haus des Herodcs“. Schocken-! Bücherei. No. 5N. Jn dem neuesten Schnckcnhttch gibt uns Lmanuel bin (oiridii eine hochinteressante Zusaminenstellimg von Flavins jlosephus' Berichten über Merodes, den jüdischen Kö: nig von Roms Gnaden. Der' große I listoriker rdes ..Jüdischen Krieges” und der „Jüdischen Altertümer" kennzeichnet sieh durch'seine in beiden Werken vorgenommene Einflechtung der Tragödien um Merodes, d. h. Hemdes und Mariamne. Manamaens Söhne und Merodes und Antipater. als einen der großen Erzähler der Weltliteratur. Die Daritellungfyi des Herpdes ergänzen einander, widersprechen sich aber auch hier und dort: hin Gorion hat die Kafutel zusammengestellt, in denen .l^ephus. die Leiden schildert, von denen der große Feldherr und Diplomat Merodes persönlich und im Schoße seiner Familie heimgesucht wird. Der vorliegende Herodex-Roman mit seinen» Auf und Ab von Liebesglück, Eifersucht, Machtgier \md Vergeltungstrieli ist spannend von der ersten bis. zur letzten Seite. Der Lesegwird sich über die Persönlichkeit des Flaviuis Josephus etwas näher unterrichten wollen. Hierzu bietet eine frühere Publikation der Schocken-Bücherei, .gleichfalls in einer Ausgabe von Emanuel bin Gorion ■ No. 8i, die beste Gelegenheit. Wer diese, aus Josephus eigenen Aufzeichnungen zusammengestellte Biographie rschau I liest, gewinnt ein anschauliches Bild von jder Epoche jüdischer Geschehnisse, die sidh um den zweiten Tempel a!>- rollen. | E. Wölbe. Not und Hoffnung. Gedichtsammlung fü[ jüdische Sch ilen. Hrsg, von Joseph Feiner, Elijas Gut, Theod jr Rothschild. Leipzig,' Gustav Engel (1936} S. ft). Geschichte — von den Tagen dir Schöpfung bis in die jüngste Zeit — Tage der Weine — der Kreislauf der- Feste, unser Alltag und: unser Feiertag — Heiliges Land r Sehnsucht, Hoffnung und Erfüllung in Gedichten von llugo' Zuckermanli,- Morris jRosenfeld, Manfred Sturmann einander nahe gebracht — Kämpfe und Ziele — die jüdische Seele,' düs jüdische jlerz, wundervoll beobachtet von Beer-Hofmann, Jakob Löwenberg, Ludwig Strauß, Karl Wolfskehl. Das Buch ist als Schulbuch gedacht, für die .Ober? Massen jüdischer Schulen. Darüber hinaus sollte es seinen Platz in jeder jüdischen Bibliothek haben, weil es vielen Führer sein wird! E. M. „Der Sohn des verlorenen Sohnes“ von Soma Morgensterif. Erich Reiß-Verlag. Berlin. Ein Geschenk in dieser Zeit seelischen Druckes. Zjwei Männer, vollkräftig und bodengebunden, Wolf (Weisel) Mohilewski und Jankl Mariampoler, der erstere Grundbesitzer, der "zweite sein Verwalter, genannt Jankl der Lioi. reisen zum Kongreß der Gesetzestreuen Juden nach Wien. sein mit von des' piner Daß Jankl dort eigentlich nichts zu suchei hat, sagt Name. Er ist ein. hoher Siebziger, hängt an. Welwel allen Fasern seines Seins und bezweckt, ii Wien Verbindung zu suchen mit dem Sohn des getauften Bruders Welwel. Dieser Bruder. Jossel, gleich, fzu Anfang Weltkrieges gefallen, hat einen Sohn hinterlassen, der ebensowenig wie seine getaufte Mutter irgendwe che Verbin hing mit der Familie Mohilewski in Podolien unterhalten. Auf dem Kongreß bahnt sich durch ZufaH eine Annäherung zwischen Onkel und Neffen an, die dann zu Rückkehr des Sohnes des verlorenen Sohnes führt. Die Schilderung des orthodoxen Welwe 1, des Verwalters Jankl, des Vormundes Dr. FTankl ist meisterhaft die Schilderung von Landschaft und Naturereignissen, -- die Schlittenfahrt im SchneeSturm. verdient das gleiche Prädikat. Dagegen müssen die CharakterscLilderunger von Alfred, dem Neffen und von seiner Mutter als weniger gelungen bezeichnet werden. — Aber das ist kein Grund, uni nicht die Lektiire dieses von Humor gewürzten, von Liebe zum Judentum diktierten Romane* wärmstens zu empfjehlen. Q. B. M. Wachsmann: Slusikalische Veröffentlichungen. Die im Verlag von P. Raasch erschieijienen zw urbeitungen des ...loh schimchoh" zum Korzert-Vorti Violine, bezw. für Gesang mit Klavier- oder Orgel monium-) Begleitung sind in den Verlag Boas Nachf gegangen. Beide Bearbeitungen, sowie die deutsche Setzung des hebräischen- Tetftes sind von Br. Max mann. Außer diesen Werken ist noch, eine Anzahl von Kompositionen von M. Wachsmann erschienen un 1 zwar im Helvetia-Verlag: Für Violine und Klavier- oder Orcheslerbegleitung; Symphonische 'Variationen übet dpe.Cha nukah-Hymne. das Socharti. loch, eine jKonzert-Gavotte, die Libelle, Aubade. amoureuse, ein Capriccio für Klavier, ferner für Violine allein eine „Große Violin-Schule“ und eine Tonleiter- und Akkord-Schule. Im Verlag AlJb. Stahl erschien ein Gesang für Trauerfeiern und ein Wiegenlied mit Violin- und Klavierbegleitung. ei' Beag für (Ilariiber- Uebcr- Vachs- . Graph. Kunatanstalt Arnold Weylandt G. m. b. R, Brrlin SO 16. Rungrstr. 19. Verantwortlicher Schriftleiter Dr. Hermann Berlak, Bin .rharlutienbiirg, Joachim>|*ialerS<r. 41 Eigener Verlag der Großloge U. O. B B., Berlin W 62. Kleirtstraße 12

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