Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 58 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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7 Aus den Logen des VIII. Distrikts Festschrift zum 50jährigrn Bestehen der Zion-Loge, Hannover U. O. B. B. XV Nr. 360, Zu ihrem 50jähri'gcn Bestehen läßt die Ziojiloge eine kleine Festschrift erscheinen, die im Anschluß an die vor 10 Jahren veröffentlichte Rechenschaft ablegt von ihrer Arbeit. Beiträge von Br. Ehrenpräsident Gustav Heinemann, Br. Expr. Paul Bosenfeld. Br. Paul Kauffmann. Br. Expräs. .Samuel Freund, Schw. Dora Buchholz gestatten einen Einblick in. die Tätigkeit der Loge und vermitteln ein leben.- diges Bild von den mannigfachen Erfolgen auf geistigem und sozialem Gebiete, aber auch von dem besondereh Wirken ihrer bedeutendsten Präsidenten und Brüder in den abgelaufenen 50 Jahren. Am besten wird die Tätigkeit der Loge durch die Worte von Br. Expräsident Rosenfeld )>ezerchnet: ..Das Bild der Ellipse mij zwei Brennpunkten bietet auch das halbe Jahrhundert unserer Ziori'-Loge, von der so machtvolle soziale Verwirklichungen, wie das Kinderheim auf Norderney, Ahlem und die Konsul Simon’schen Lehrgüter ausgegangen sind, während der Vorträge und Anregungen auf allen Gebieten des Wissens die Männer der geistigen Arbei: unermüdlich am Werk zeigt. Die beiden Hauptrichtungei i, die ethische Er^ Ziehung und ihre Auswirkung in sozial-praktischer Arbeit — zwei Parallelen, die sich im Unendlichen deF Humanitätsidee treffen —• sind die Grundlinien! der fünfzigjährigen Entwicklung gewesen.“ ✓! Mögen es alle Logen des deutschenj Distrikter der w. Zion-Loge an Eifer und Opfermut gleichtun, dann werden auch ihnen dieselben schönen Erfolge für ihr Wirken im Sinne unseres Ordensgedenkens erblühen! Aus anderen Distrikten Ehrung des Exgroßpräsidenten Br. Dr. Samuel Daiches in London. Anläßlich seines 25jährigen Jubiläums als Dozent für; Bibelwissenschaftcn, Talmud und Homiletik anf Jews' ('.ollege in London haben ihm seine . ehemaligen Schüler eine in gemeinsamer Arbeit herausgegebene Schrift unter dem Titel ,.Ye) Are My Witnesses“ („Ihr seid meine Zeugen"! gewidmet. Dieses gut ausgestattete Buch enthält Predigten für iverschi£dene Sabbate und F'este, ferner Untersuchungen (iber vergleichendes biblisches und jüdisches .Gesetz sowie Studien über die hebräische Sprache und Gedanken über 'das Verhältnis von Lehrern und Schülern. Br. Daictjes ist nicht bloß als“Gelehrter anerkannt, er spielt auch ip der jüdischen Öffentlichkeit eine bedeutsame Rolle: jer gehört dem .(Vorstande des Board of Deputies und anderen leitender! Organisationen als Mitglied an. Auch im -Kreise unseres Bruderbundes hat er als Präsident def First Lodge of England und als Großpräside'nt des Distriktes für Großbritannien und Irland Wertvolles gcleisljet. / Wir wünschen diesem hervorragenden Bruder auch fernerhin viple Jahre segensreichen Wirkens und reichen Erfolges. R’nai B’rithr Monatshlatter der Großloge für den Cechoslovakischen Staat. Heft 10 (Dezember 1935). Als Einleitung gedenkt Br. Friedrich Thieberger des Rücktritts yon Masaryk. den-er über die politische Bedeutung hinauf ein großes menschliches Ereignis nennt, da Masaryk zu den hervorragendsten Vertretern der Menschlichkeit und Gerechtigkeit gehört. , . In einem Aufsatz „‘Ich — Volk —• Menschheit“ entwickelt Br. Max Brod, 'wie in den letzten Jahrzehnten das t Schwergewicht der zunehmenden Volksmassen die Bedeutung -des Kollektivs zur Geltung ' gebracht und große Massenorganisationen hervorgerufen hat. Die Menschheit hat an Zahl und dadurch die Zahi an Bedeutung gewonnen; der einzelne gilt nur noch als Führer oder -Sprachrohr einer Elite, die sich als-Verkörperung des Gc-' samtwilleis fühlt. Hierin liegt wiederum eine Ehrenreifung des Individuums, in dem siel: trotz der -Zielrichtung "auf (d.ie Masse hin. die Steigerung zur höchsten Persönlichkeit abspielt.; 58 Das überindividuelle herrscht in ] zwei. entgegengesetzten Richtungen: ‘ in dem Bereich per primitiven Instinkte (z-, B. Machtwille) und Sn der Sphäre der höchsten Erkenntnisse (Reich der platonischen Ideen). Individuell ist .die Lebenssphäre des Alltags, das Bereich der praktischen Vernunft. Die Einzelseele ist der Schauplatz, in der sj^h die Entscheidung für eine dieicr Lebenjsphären abspielt. Die Nation wird als .Baustein der Menschheit gewertet, der sic sich durch Nationalhumanismus, nicht aber durch Natiönalcgoismus angliedere. Das Buch von Br. Hugo Hermann „Palästina von heute" wird der Jugend als Einführung in große lebensnahe jüdische Wirklichkeit empfohlen. In einem Bericht über die Tagung der obersten'Loge in Amerika wird als die, Gesamtzahl dcr llne Briss 112 046 angegeben, davon Gf> 693 in Amerika. ■ I . * Heft 1 (Januar 1936) beginnt mit cjinem Naphruf für eine Reihe verstorbener führender Brüder.- Daran schließt sich eine Besprechung der zur 40-Janr-Feier der Loge .Wien“ erschienenen Biographie von Piof. Wilhelm Jerusalem, dessen Lebensentwicklung vom klassischen Philologen und“ Gymnasiallehrer zum Philosophen und weithin anerkannten akademischen Lehrer der Psychologie, Ethik und Soziologie dargestellt wird. Ein Aufsatz von Br. Oscar 'Stein kenntnis“ bezeichnet die Verehrung dtr i für das Geistige, als.Mittelpunkt des Judentums in Religion und Leben, als Kraft der Erhaltung und Ursache der Leiden. Die Forderung der Zeit sei aie Besinnung auf dieses Prinzip der Einheit und das Bekenntnis zu unserem eigenen Wesen. Als Schritte auf diesem Wege wird auf die Werke* von Max Brod und-Lion F'euchtwanger hingew-iesen. , In der Bücherschau findet sich cpn kurzer Hinweis auf-die bedeutsame neue Schrift von Max Brod „Rassentheorie und Judentum“, mit einem Anhang „National- »humanismus“ von Felix Weltsch (R. Löwit-10Flag, Wien- Jerusalem). P. R. B’nai B’rith Mitteilungen für Österreich), Heft 1/2 (Januar' Februar 1936). j , j Das Heft enthält in(den Jahresberichten der Österreijchischen Humanitätsver6ine'deren Entwicklung und Leistung innerhalb des Termins 35/36. t)ie 844 betragend«* "Bruderzahl hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich vey- ,Besinnung und l)eiThora, .als Symbol