Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1936)
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 32 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Zion Loge* Hannover. a Br. Expr. Dr. Leo Catzenstein Nfam IS. Januar lll.'Jö in Hannover'im Alter von 73 J; änd “ Nie versäumte Ludwig Holländer auf sc inen siel liren an. 'verstorben. Kr gehörte 10 Jahre dem General-Komitee war ä Jahre Präsident der w. Zion-Loge und auf 3 Jahre in die neu gegründete W7 I.eibniz-I.oge delegiert, zu lernt Mitbegründern er gehörte. Br. Catzenstein übte eine we.itgesehälzte .ärztliche Tätigkeit 'aus. die ihm neben dem Vertrauen seiner Patienten auch die Anerkennung der genossen in dem Malle erwarb, dall sie ihn in den F tat der Aerzlekammer wählten. Er war dtireh glänzende Uednerga.be und umfassendes Wissen auf allgemeiner e und jüdischem Gebiet ausgezeichnet. — Sein PrivatlMxi hielt eine besondere Note 'durch eine Kiinstkemicrichaft. die ihn als Sammler und Sachverständigen in 'feiten beeisen bekannt, machte. Als führende Persönlichkeit von selten vielseiti gabung und brüderlicher (iesinnung 'wird der Verstorbene im Andenken der Brüder weiterleben. Die. Trauerrede am Grabe hielt Br. I.andrabbin S. Freund. Zu der von den beiden Hannoverschem am .'t. Februar veranstaltete'n Trauerfeier halte die logt* den Br. Paul Hosenfeld delegiert, der in seinf dächtnisrede die Verdienste und die Persünlichke t Verewigten würdigte. der Faclihrenr Ber I)r. Logen Großr Ged(*s Henry Jones-Loge. Hamburg. l'nser w. Präsident.; Br. Henry .C h a s s e 1 vielen Reisen in eingehenin Deutschland die Logen zu( besuchen, den Beratungen von ihren Nöten "zu unterrichten und durch eindringliche Mahnungjen und kluge V orschläge für ihre Abstellung zu sorgen, itr nahm e> mit seinen Pflichlen im Orden sehr ernst; ilun kam fs darauf an, sein eigenes soziales Gewissen und das wecken, das sich nicht mit blossem sondern Schäden aufdecken j und mit Wort ihre Beseitigung sorgen sollte. Kr hat sich das Leben nichj immer leicht gemacl 1, de stand ihm höher als alles andere.. Wir (verdejr ders klugen R:)t sehr vermissen,' können wir nicht besser tätig zu sein. mgebung zu ^VohHun begnügen, und Tat für und anderen in die Sache :i Br. Holläuaber ulnsern i l)aijk,an ihn beweisen, als in icinem Sinne winde am ’JI. Januar dieses .lalires 60 Jahre alt. Seit fast einem Menschenalter arbeitet, er mit Hingabe und Krfolg in der jüdischen Öffentlichkeit. Kr Ist langjähriges Mitglied des Vorstandes des Hilfsvereins der Juden in Deutsi hland. Vorsitzender der Neuen Dämmtor-Synagogo in I Limburg ti. a. m. Fiiserer I.*oge trat er im Oktober 1017 bei. wirkle eine Heihe von Jahren im Beamtenrat. bekleidete wiederholt das Amt .eines Präsidenten und ist auch gegenwärtig unser Präsident. Seit 1933 gehört er als*tellvertreteiides Mitglied dein1 Generalkomilee der Großloge an. ..Durch sein vornehmes Wesen und seine Hilf.'bereit- ITeun- Orga »egens- .Am kH. l “ln nur > i raiibiarii itrii ui" H >> ihr langjähriges Gesrhäfjsausschiißmltgliezi Spinoza-I.oge für iltren Mitbegründer und Spinoza-Loge, Berlin. Die Trauerfeic|r für Ludwig Holländer. Am 'JO. Februar verahstaMcten die hvv. Großlif eil und und ersten denten im _L-ogentempel eine gemeinsame Trauerfei Harmoniumspiel und der Vortrag des Liedes allen Gipfeln ist Ruh" "in der Vertonung von Si durch-Oberkantor John leitete die Gedenkstunde ei Als Vertreter der hochw. Großloge gab Br. Vi Präsident Walter den Emplinduiigen der Trau Logen iji Deutschland und des ganzen Ordens Au Kr gedachte insbesondere der Tätigkeit des Verstr im Geschäftsausschuß. die ihm Tn seiner langjf Zugehörigkeit besonders lieb geworden war. und d bis in die letzten Stunden sein lebhaftes Interesse 32 ge für Jie w. Präsir. „Eber ehübert l. :egroß-~ aller idruck. rbenen hrigen noch galt. er er ler in Namen der Bcdculung Ludwig und Ifiir die Loge Gapijliel aus den der hat ein das F2r war ter auch Br. Präsident Heinrich! S t e r n . Spiijpza-Loge sprach, gedachte der Holländers für die Welt im'allgemeine l im besonderen. ’I)as Wort! des Rabl, i 'Sprüchen der Väter: „Torijh im derich ereiz'1 „Aus Verbindung von Lehre und, Leben konmt d)is Heil“ auch für den Verstorbenen Geltung g* Mann, der nie aufgehört hat zu lernen, und lieble und vertrat, was er lehrte. Als ein. ditj Leitung des (.. V. eintrat, standen dort jlie "Fragen des Rechtsschutzes im Vordergrund. Mit dem ihm eigenen peil liehen I'lelU nahm er sieh der Lösung dieser Frage an. Ihm kam es aber weiter. darauf an. das Woher ind W( hin unserer jüdischen Gemeinschaft, für] die er sic i mit seiner ganzen Persönlichkeit einsetzte, fe^tzustellcn, und sc ist er allmählich in das Jüdische hjneiifgewac isen, in lein er von der Peripherie immer mehr in die Kernfragen eindrang. Das religiöse Ringen um keinen Gol: hat ilin Tag und Nacht beschäftigt, denn er war und Flieh ein Gottsucher. Aber er war auch ein Wei|ser, dem kein and( rer Mensch zu gering war. daß e’r nicht von ihm lernte, und,ein wahrhaft gütiger Mensch, der jeden, weid en Standes er auch war, respektierte, wenn er nur seine menschlichen Pflichten erfüllte. r noch einmal bei i in seiner eindring} schaff hat sich Br. GbasseL einen großen Kreis von den erworben, die gemeinsam mit den verschiedene! nisationen ihm -nn seinem Geburtstage ihre Liebe und Verehrung bekundeten und seine Verdienste rühmend fiervor-. Loben. Wir wünschen dem Jubilar weitere Jahre reicher Arbeit im Dienste der Jiidenheit. geistigen allem an. Was er uns war. das haben w unserm Jubiläum erfahren, als er un •liehen Weise vorhielt, was wir erreicht und wie-weit wir noch vom Ziele entfernt seien. Bei Gründung der Loge war er zunächst auf Vertiefung des Geistigen bedacht. IhnT lag nichts an den schönen, Vorträg;n, wenn sie nicht. Brüder zur Diskussion anregten. Kwollte die Geister und Gemüter bewegen. Auf die Verbindung de Arbeit mit der' sozialen kam es hm vor ..Auf geistigem Gebiete“, so sagte er immer wieder, „kann nicht jeder das Beste leisten, aber mit dem. Herzen und der offenen Hand zu wirken, ist. jeder verpflichtet“. Ivr zog die Probleme( aus allen Gebieten des Wissens in den Bereich der Krört|erungen, zunächst mehr die allgemeinen, dann aber besonders die jüdischen. Er lehnte dabei die falsche Neutralität ab und setzte es durch, daß i l unserer Loge alle Richtungen zu Worte komni.'n konnten und ohne Krhitzuitfe der Gemüter und Erregung der Leide ischaften diskutiert wurde. Immer mahnte er zur Selbstbepcheiden heit und Selbstkritik. Der. Phrase siigte er den liehen Kampf an. nur die Leistung, i ie' Tat hatti Geltung. Für ihn war alles,, was wii erreicht haften, nur ein Anfang, und mit jedem Tage verlangte er von uns neue Bewährung. Er wird in unsern Kreise unvergessen bleiben: „Denn er war*unser! , Orgelspiel und Gesang (Gabiiol;. Scliochr e bote chomer in der Vertonung des Oberkar tors John) btendeteh die Trauerfeier. Willy Cohn (Sp.-L. unerbittfiir ihn