Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 8 - Dezember (12.1934)
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 110 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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A|js anderen Distrikten? Grundlegende 1 orträge in der Lo^e .^Karlsbad"*• l.in Bericht nach den ..Monat-ldätter der Öroßloge für den Ccchoslovahi-chen Staat ♦ de* -JOidhrigen Griindung.-Jtages der Loge \ier Erträge gehalten wprden. die einen' Aus Anlaß ..karl-had" sind besonderen Bericht bedingen, weil sie j weit über den Rahmen dediibt ( blichen die Grundlage lies Seins unserer \ ereiiiimingeu entwickeln und neue \\ ede. die uns allen geiiieiii-am -itid. aufweisen. Die Redner waren die Brüder Dr. Ziegler. Dr. k « h n e r . Dr. Robert 1. ü wenstein und Dr. L f e h t in a li n. i - fr Zieitb-r zeigt den n c u e n W i' g ni^d gibt als dessen Ziel au: d < u: .1 u d e n t u in zu di e u < der einzelne diese- Ziel zu \erw irhlirhrn \iifgahe mir-'c in der Erfüllung dieser Der grinein-anie W ille. diesem Grundsätze i11eiu die .Möglichkeit, zu einem gedeihlichen Knde zu kommen. Ziegler -pri< ht Min dem zu heschrditeuden Zionswege - da- \\ ort in -einem allumfassenden Sinne genommen ---. iter allein zur Erhaltung. A eredlnng ui|d \crtiefiing des Judentumführen könne. Ekönne in jliese.r Zeit der Bedrängnis nicht alleerfüllt werden, wlan sich nu-erer \ereiui^eng \orge-chweht habe. Zuiiäch-t iiiiis-e der Zionsweg (Deichs iel w ie iie-treht sei. seine Forderung liegen, zu folgen, gehe \ nr gegangen werden Die -ich a:i- I iiliren. jed. r in \\ ei.u B: i:d. uu-erer Grm»’i»i. den zu gellen wir allein berufen seien. •h'ie'Jeiiden \ orträge <|ckgenaunteii Brüder -einer \\ ei-e. <!*ZieF'ii iher au-. eht erlüg r I.ichlmaiin 'tiefgründig: in die Problematik, ehaft einführeii will, mi linter-cheidet er grund-ätzlich den Inhalt von der Form «ii-ercr \ ereinigiing. I.r tragt in-he-nudere. ob liulis iduirin null (D inein-el'.aft nach einer Periode der Differenzierung-der Ausbildung de- Speztali-tentiim-. zu einer höheren I inh-it|werden könnten. lir :** die \ ielhew nmlerte wenn ui^eli nach latige nicht!.d gewürdigte , \rh-it im-cr^s Bruder Löwen- -! a iii in iu un-* r« r I «-IM-Iirift aitli^Ulieli u (i * <* r r c oOjaliri-;_« h li. wt-uiiifein um} rrörhrtil«Jn I nt«vr-rliii'<l. 'der / *•. i^f i!< m (r:ili<: rn ..I ni\« r*un^fffr (irüirinui.tl ilfPi!nuti_'«*u i-’hn*'’ ImMdIid. Dieser •♦•i \‘»n l»io|oi:iw( )|,*n mul irrationulcn lYiulrnziMi {rrlriiccn. «li«* w .• «]* riun t in#* IN-aktiun aut <!«*n ü!?<*r«-4eierrt«*n Intt*l~ lifil»*utrt . Iiätl*»Ti. Dir |Or<i«*n-aiiffa*‘«-iin': <lrs kti\wmi-" -ft/** Arlitunir. *\ {‘rtraurii. \\ olilwoll«*u 11n«l l r i» «!«• u aU (»nmilvit/«* iih*iim lilii h«*!i Aflü'iif iuaiulf r- Ih* j.idiiii'. I1: -*■ w, (»Mi für ila-i \ «frliiiltni- «I«s -fin/r'hifn i! M-n-fU eu zu ilcni amlereii h e d e|n t - a m . aber nicht b i^i d e n d ' für die I!. zieliiingeii zu! die-er - Grsamtgemein- -ehalt. Schaffe inall aber trotz der erhehlicheii Schwierig- - keilen, t!ie-e!/t-niein-i'hal t -<> werde (die -tlirk-te moralische - kri-e die-er Zeit, tl i e \ e r I r a u F n s k r i s c . ahgebaut. 'lau mii--c auder ur-prüiiglich, -tHrk betonten Negation der Abw < h r ih n Weg zu einer jaktiven Betatignng im Judentum finden. Ein zu -ehaffeijdrr National-Humanisiiiii' werde die-e Ideale an die Wirklichkeit anpassen. Sittliche und kulturelle Aiheitr.n hätteji .lin-ere A ereinigungen in-in -ondere zti lösen. Man müsse auf aaiißerhalb^Palä-tin die heikle Stellung .jeder .Miiiderhept. die nur durch Takt und ent'[>reeheniJe Di-tanz üln rw u(u en werden könne, besondere Rücksicht m l'inen. Daß i|ri: innerhalb Palästinas besondere Aufgaben hüMen. ver-trjie sieh am IFaiulc. Auch die Form nn-i rer Genteiti-i haft könne nicht ganz so bleiben wie sie jetzt ist. Den; Iseeriff Neutralität niüs-e eine Ausdeutung gegeben werden, pit zwischen W'ohlwolleu in der Form .der Diskus-ion und dn Neutralität der Ziele streng unterscheide. Eine Neutralität <[or Ziele werde schwer zu ermöglichen sein. In die-er I^rzi»hung müsse die Forderung aufrechterhalten werden, die Gro'ßpräsitfent Baeck un Jahre 1928 festgestellt habe, uäinlich die Heranbildung des einzelnen zu einem Ideal des jüdischen Menschen. Den sittlichen Charakter unserer Vereinigung unterzieht Bruder Robert Löwenstein in seinem ,.Dein Orden in , dieser Zeit" . gewidmeten Vortrage einer U itersuchmni. Löwensteiii geht von dem Schwund an jüdischrr ligiöser unjl nationaler Lebenssuhstauz aus und beklagt, dal! die Juden durch die Assimilation ihres inneren Charakters beraubt seien. Der Orden -sei eben ein Produkt der Eiianzipatiori. und diese habe im Grunde genommen ebenso vertagt wie der leligiose Liberalismus. Gew iß sei unsere Verei nigtiug entstanden in und aus dieser Zeit, sic habe aber dem wirkp lieben jüdischen Leben mit all seinen Erfordernissen nicht genügt. Jetzt sei eine W ende der Zeit, und sie solle Wende für das Judentum bedeuten. Infolgedessen müßten jetzt die j ii d i s e li e u Aufgaben vorangestellt wr Diese jüdischen Aufgaben behandelt besondt koliner in seinem Vortrage -,W ir und die Gemein« besonders bedeutsam wird der Inhalt' der philo Einleitung hervorgelioben. B^. koliner legt all der Gedanken \op Spengler dar: Ebenso wie die sieb Jieute weit mehr gegen den Men-clien a I s wende, müsse die zusätzliche Jiideuuot. die Juden der ganzen Welt bejchiedeii sei. uns Menschen die blinden Augen öffnen. Es gebe jüdischen Menschen unserer Zeit keine andere Al die Beschäftigung mit unserer. W irklichkc jüdische Individiium habe aiifgrbört zu exi-tierehi, es sei voll im koUcktivismus aiifgegangen. Die Grundlage unserer F'rcibeitsmögliclikeit sei unser Reichtum an Erft liriingcu. lin-er geschichtliches Alter. Man müsse heute zum Judentum und zur jüdischen Gemeinschaft Ja sagen. Darin müsse unsere A errinigung voraugeben. W'olle sit-l das. -o auch cimK rdrn. rs Br. I)r. haft".. Als mpliischrn der Hand j Maschine solche n icutc den jüdischen . für den fgabe. als i t. Da« müsse da« intellektuelle Tun gefördert werden, f herw imlilng innerer Demniuugcn und vor allem la •li I eine Cherbedeuwi'ndiing des inneren Träglieitsprinzips fördere, tet: eine t her-iedlung des inneren Menschen in etn nein Heim. Mit allen diesen Fragen habe sich die Soziologie des Judentums aii«einanderzu«et/en. Es müsse die Religion ..i|ahe dem Brctinpunkte des persönlichen lutere.« es" gerückt werden. Ferner iiiii««e die Erlernung der heb äischcu Sprache unbedingt gefördert werden. So werde ciin1 innerlich kulturelle Gemeinschaft neben der Religion geschaffen. So weit die Redner. Die Gründlichkeit, die firfe der Ausführungen und die außerordentliche Liehe zur Sache werden re-tlos mit größtem Danke anerkannt werden liiissen. Daß wir je nach unserer inneren' Auffassung zu eil zelnen. ' auch zu wesentlichen Problemen eine andere Stellung einnehmrn. ist selbstverständlich. Was den Rcferentci unbekannt ist und was hier ausdrücklich,, rirlitiggestellt werden muß. i-t ihre \ or-tcllung von dein. Inhalte und (Irr Bedeutung des jüdischen Liberalismus in Deutsehland mul in der westeuropäischen Welt. ■ Hier haben sich die Dinge vollkommen gewandelt. End mit jlinen auch die Beurteilung der sogenannten Assimilation der letzten F'poclie. Hier wird .nan die Brüder, die wirklich das Bestreben na Objektivität gezeigt haben, «um Vertiefung ihrer Auflassnpg letteü müssen. So liegen die Dinge doch nicht, wie sie geschildert sind. Alles in allem: Die Lösung scheint nicht ganz g« glückt zu sein, aber in der Aufwerfung und der gründlich :n Behandlung der Fragen liegt ein Verdienst allergrößter Art für. unsere gesamte Gemeinschaft. Ludwig Holländer. 110