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Der Orden Bne Briss · 1933-01-01 · Nr. 1 - Januar (1.1933) · p. Seite 11

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 1 - Januar (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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„Bilder «4 jüdischer Vergangenheit und Gegenwart“ — so könnte man.'das Heft 6 der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums überschreiben. Professor Samuel Klein von der Jerusalemer Universität schildert das Gasthauswesen der alten Zeit, insbesondere die Einrichtung, daß mit den Synagogen Unterkunftsstätten für Fremde verbunden waren. Jesajas Press, gleichfalls aus Jerusalem, bringt Glauben und Aberglauben der palästinischen Landbevölkerung in Freud und Leid anschaulich zur Darstellung. Auch auf die Wurzeln des europäischen Judenhasses fällt neues Licht. In einem mittelfranzösischen Gedicht fand Heinz Pflaum eine Anspielung auf Raschi als den Verfasser (!) des Talnfrud. Von hier aus untersucht er die Wege, auf welchen die Kenntnis mancher Talmudstellen über Jesus in die christliche Gelehrtenwelt kam; die traurige Rolle des Vermittlers spielt ein ehemaliger Jude, der zwar zum Christentum ühertrat, aber dem neuen Glauben innerlich so wenig zugetan war wie dem alten. So erscheinen Abfall und Judenfeindschaft bereits im Mittelalter in treuem Runde. . Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Jahrg. 4, Heft 2/3 erscheint viermal jährlich Philo'- Professor Moritz Sobernhe'm Geb. 13. August 187^, gjest, Wieder hat unser Orden einen schweren Verlust 'durch den am 5. Januar Rieses Jahres erfolgten Tod des Br. Moritz Sobernheim erlitten. — Sein Leben war ausgefüllt durch 'Dienst am Judentum und an der Wissenschaft. Seine Arbeiten auf dem Gebiete der semitischen Epigraphik haben ihm den Ruf eines tüchtigen Orientalisten eingebracht. Zu wiederholten Malen unternahm er Studienreisen narb dem Orient, insbesondere nach Palästina und Syrien und veröffentlichte dann jverschiedene Inschriften, die große Beachtung gefunden haben. Längere Zeit war er Vorstandsmitglied und Schriftführer «ler Vorderasiatisch-aegyptischen Gesellschaft. Auf seinen Studienreisen hat er die Anfänge der jüdischen Siedlungen itn Heiligen Laiide keniiengeleriit. Er trat dann, dem in Berlin begründeten „Esrp“-Verein zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina bei, dem er bis zu seinem Todei in Treue angehörte. Auch in dem später begründeten Deutschen Komitee „pro Palästina“ entwickelte Sobernheim als Präsidialmitglied eine fruchtbringende Tätigkeit. — In den Kriegsjahren arbeitete er eifrig als Geschäftsführer an der Seite Franz Oppenheimers in dem rührigen „Comiie i für den Osten“, aus dem dann das „Jüdische Arbei erfürsorgeamt“ herv.orging. — Seit 1924 Als ein kleiner Nachtrag zu den Goethe-Erinnerungen des abgelaufener Jahres sei die folgende Notiz angefügt: Eine Bibelstelle Int Mignon-Liede Das Mignon-Lied enthält die Redewendung: „Es brennt mein Eingeweide“. Hermann Cohen hat in seiner Schrift: „Deutschtum und Judentum“, Seite 14, darauf hingewiesen, daß Goethe diesu Redewendung von den Psalmen und von Jeremia entlehnt hat. Da dieser Cohen'sehe Hinweis von anderen Schriftst eUern angeführt wird, sei e| gestattet zu bemerken, daß f ieses Bild wohl der Heiligen Schrift entnommen ist, aber nicht den von Cohen ex memoria genannten Büchern. Vielmehr findet ies sich in „Klagelieder“ 1,20 und 2,11, ferner in Hiob 30,ß7. E. F i n k e I. Verläg. Jahresabonnement/RM. 9.—,. Einzelheft RM. 2,50. I JA* ch das vorliegende Doppell left zeichnet sich durch iiberjsui wertvolle Beiträge aus. Ls enthält: I jDr Hiannah-zfrendt-Stern: Au fklärung und Judenfragc, tjescliic itsphilosophische Abhandling zur , Emauzipationsgeschic ite^ — Prof. Dr. M. Gins )urger-3träßburg: Nieder- ItissUng;n j und wirtschaftliche Li ge «ler Schweizer Juden ijnter JerI Regierung Kaiser Sigismunds (1411—1437). — Dr. 10t;o K/uge-Berlin: Die hehr iische Sprachwissenschaft ih Die ucschland im Zeitalter des Humanismus.;— Rabb. Dr. 5Iaxj I retidcnthnl-Nürnberg: Erneuerung der Proviligien larhs 1 . hir die Judenschaft durch Kaiser Maximilian II. auf del » Reichstage zu Augsburg 566. — Prof. Dr. August Jege||-M irnberg: Kampf .um die-Firther Judenapotheke. — l!)r. Be nhärd Wachstcin-W.ien; St itut der jüdischen Bevölkerung der Grafschaft Wied Ru ikel (Hessen-Nassau). —' Profj. I einricb Loeiof-Berlin: N^i erscheinungsbihliographie (jDiej Ji jden in Deutschland). Eingäi gt Fr ediieli Andreas: Kosmol — Leid — Lust. kündiging —_ Gebet. Gedichte Mensi-h 5.! Januar 1933 UZ -land I r. Sobernheim an der Sp «dien Genkeindchundes und Prof, taliicher bemüht;, den Reif;u ichaffen. Die im Jahre Judön 4’liaft Ifitcte ist die scliwier ioblernheim seit 1920. Sei kufrechterhaltung der Gese gen Nachkriegszeit zu dan Sei: 1918 war Legationsrat, Professor Sobernheim im jüdische Angelegenheiten 'üllung sowie seil ichen Tugenden wurden hier sehr geschätzt. ar dpr all zu früh Heimgegangene stets ein lieber Ausjwär igen Amte alp Referent für täti^. S int gewissenhafte Pflichter rüllung sowie seine höhen ndensch Ur und trejuer Bruder. So oft die Gi oßloge an ihn mit der wurde sie nach Möglich- Im Sinne unseres Orlens war Sobernheim bemüht, Frieden und Eintracht in der deutschen Judenheit zu erhaltet $'* mit Hilfe der von ihn mitbegründeten Mittelpartei t -ug er zum. Ausgleich und zur Versöhnung der Gegen- Bittle u n Interessenahine herantrat keitl erlüllt. ‘sitze hi i i Wi äusgeze denken , die Brüjer des Bne Bril Ordens, werden diesem chiieten und vielseitigen Prüder ein ehrendes Aiisundhei lung be ri Brü stehjen wöchent Idje« gets iget -H Richtigstellung In dem Bericht des Großpräsidenten in der Dezember- Nummer ist irrtümlich unter den verstorbenen Expräsidenten statt Isidor Robert Koester-Saarbrücken genannt. Br. Robert Koester befindet sich glücklicherweise in guter Geeinem angfleg ~1 tze des Deutscb-Israelitiwic sein Vorgänger Br. hsverband der deutschen 1902 begründete „Gesellzur Förderung der M isst nschaft des Judentums“ iier Energie und Umsicht Ischaft auch während der I :en. bewahren.; Ir und bei bestem Humor, lesen hat.’ | Aus dftn Logenhaus Voi nunmehr einem Jahr ero berger .ogen ihr gemeinsames Ti Strajße. Höute ist das.Haus der St ler; unzweifelhaft hat das Lo|;< neh Auftrieb erfahren. Diu ich im Hause: trifft, wird wtfaut; kurz, das Haus i und gesellschaftlichen L« Log<;n. In gu^er,' ruhiger Gegend d« r großen < iarttenf mit altem Baumbee ri lich^ Nii rnherger Burg, gelegen, n ül eraus würdigen Eindruck ernäten Tempel enthält es Gesellsc Bibliothi k, Sitzungszimmer, Schrei >: Sch vettern und Brüllern aus |lif«nthalt in Nürnberg ein itl ch empfohlen werden. Lyrische Gedichte — Psalmen Vc E. F. v le er bei der Richtigstel- Nürnberg. Rneten die beiden Niirneim in der Pirkheimcr olz aller Schwestern und enleben seit seinem Be- Jugend, die sich einmal mit der Loge und ihren heute Mittelpunkt des bens in den Nürnberger ist Stadt, inmitten eines and, Blick auf die herracht es schon äußerlich Neben dem feierlich hafts- und Klubräume, izimmer usw. d&m Reiche kann bei Besuch des Logenhauscs 11

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