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Der Orden Bne Briss · 1932-10-01 · Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932) · p. Seite 121

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 121 (sequence 29)
Language
German
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Bedeutende Frauen Ernestine Eschelbacher Von Ella Seligmi inn-Frankfurt o. M. V; jn i Fr» ZI i Wesenseige scheint die Kindlichkeit u stand, naive alles Neue und siinlichkeiten solche Persönli’c yerkörperte sich modernen Frau: unserer, jüdisch« in gleich aufrecht Leben unserer i tiimlichkeit unge reimgung gcgem tiefer Ernst, »mmigkeit und a Werdende vermähl' „einer einzigartig hkeit war Ernestiqi die Synthese a ntums. Mit allei Vergangenheit und fest in den^ jegenwarf. Myi wßbnliclier Menschrp sjitzlicher Eigenschaften, tisches und klarer Ver- ■fgeschlossener Sinn für en sich in solchen Ferien Harmonie. — Eine e Eschelbacher. In ihr ischer Frömmigkeit und Fasern ihrer Seele in Verwurzelt, stand sie zuvielfältig verworrenen Schwesternarhe t galt hre tiefe Liebe. Ab« r ihr Horizont war zu weit, ihre Menschenliebe zu umfassend, als daß nur die# eine Liebe ihr S'iin erfüllt hätte. In den altgeprägten Formen jüdischer Zedekoh'gab sie sich all in Armen und Deladenen, di« an il re Türe pochten, hid. Sie. war den Kranken Trösterin, den Sterbenden Senlsorgi rin, den Heimgegangenen tat sic let de Liebesdienste h!i Aber neb:n der ihrer Bescheidenheit persönlichen Hilfe v Mensch gab sin ihre iiluge Besonnenheit, ihre Lebenserfahrung, ihre tätige Kraf: all den Vereinen und ihre Mitarbeit forderten. So wuchs si “, ohz wußte und wollte, zu und Erzieherin, nich! nur für die Sthwestern der Logen, sondern für alle jüdii che Frauen heran. Ihr Lehen war, wie Kind der schönen 187>8 geboren, So gehen vir sie: das ausdrucksvolle, immer freundliche, liebe Angesicht mit dem schlicht gescheitelten Haar, den mild verst ihenden Augen, dem beredten Mund, auf dessen Lippen Güte und Weisheit Lohnten, und den so oft feines, liebes Lächeln umspielte- ''Abglanz der Jugend war auf ihren Wanken, ruhige Gelassenheit in all ihren Bewdgungen. Eine nbgeklärtheit strahlte von ihr aus, die etwas Beruhigendes, ' Wohltuendes hatte. An ihr spürte man die fteife, die Distanz schuf, ohne die Nähe zu verweigern. Nichts Mensch! ches war ihr fremti. Sie konnte mit der ' Jugend jung sein, mit dem Alter eänste Gedanken tauschen. Mit den Traue -nden trauerte ihre) tief mitfühlende Seele, mit den Frohet konnte sie von Härzen fröhlich sein. Und immer war sie sie selbst, eine ,rn sich geschlossene Persönlichkeit. Ihr v ar jener wunderbare Ring zu eigen, der die geheime Kraft verleiht, vor Gott und Menschen angenehm zu machen. Ei ging ein Geheimnisvolles von ihr aus, das jeden,, der see Bann zog. 'So war sie Schaft unserer ^•in — in u anwachsend, hat sie beglückende Pi alte jüc Erbe aufgenoinmen bewahrt und gemehrt sie zutiefst ihre Kra und klar niept den Tage gehen m sie selbst, schlicht uni einfach. Ein ischen Heimat, in ^eitheim am Main im pa :riarchalisch-jüdis|chen bat ii ilie Prägung der ischer Frömmigl ind als Rabbin Aus den' Quellen dei aber verschloßj sich neuen Wegen, d e wir Frauen dieser uyid die unsere Jugend gehen muß. Si< isch mit ihr in Berührung kam, in seinen wie geschaffen zurjLeiterin der Schwestern- ^ogen, als die sie —teine vorbildliche Führepserem Gedächtnis iweiterleben wird. Der 1 >. Diesen gelehrt.“ Werte Sinn für Sch Geb. 8. esternver S ' on Mensch zu Verbänden, die e daß sie es in einer Führerin Elternhaus hereimnt wie auch die Eine „Mutter in Israel*“ ist Ernestine Eschelbacher genannt worden. In diesem Wort, das ius einem Ehrfurchtsgefühl gehör« il ward, liegt etwas unsagbar Tiefes und Großes. Morit: Lazaris sagte einmal: ,Wenn die Vorsehung es mit einem Volke — einer Gemeii schafft — gut meint, dann läßt sie seine { roßen und güten Mei sehen zu hohen was dem gleichaltrig ihrer Seele als vGattjin’ und Mutter Judentums sog auch umsichtig empfangen das, Jahren komm:n. Mitlebenden lur selten gewährt wirl, neidlose Hingabe, dankbare Pietät, nieinschaft erzeugt w ökonomische D' r Sinn füj Piel ät, der in einer Ge ird, ist eine moralisch«! Kraft, die üher weit erhaben ist 7. 1B58V gest. 5. einigung der M jntefiore-Loge. Pietät hat Erneqtine Eschelbacher uns 7. 1931. \ | f* 121

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