Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 4 - Mai (5.1932)
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 50 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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dung-an-talt unterstützt, beim Br»uel rbtcle ii mit über 2500 Seliiilern mul Schülerinnen Dr. Al ischnitzer schilderte se der Jesjrhiwoth. die von der H iffkme-Stiftung Kiitcr-tützt werden. Er wies u. a. auf die Tendenz hin. den Jisehiuoth Lehrwerkstätten anzuglmdern. de die Zöglinge auch fiir da. werktätige Lehen vorbereiten sollen. Er bedie Zusammenarbeit mit den I iilirenden jüdischen Organ'sationen in Frankreich. Englauc ine Eindrücke' und Amerika. Itahhiuc- Dr. Ludwig Rosenthal. Köln, dankte im Namen der Generalversammlung der Leitung' des I ilfsvcreins fiir die geleistete Arbeit und huldigte der Persöl dichkeit seines Führers. Jainrs Simon. * Rabbiuri Dr. Sali I.evi. Mainz, gab in seinem \ ortrage über Frlrhnbse an der Ostfront in den Jahren 1914 bis 191fr“ ein Bild von der Lage der jüdischen' Bevölkerung in der Kriegszone u ul von den Hilfsaktionen, an denen der Hilfsverein führend beteiligt war. Er begrüßt es. daß der Hilfsverein in Fi rtführiing »einer Traditionen die Jugendfiir- »orge. insbesondere die Berufsausbildung der heranwarhsenden (Generation, in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt. Aus den Die \< Hing der Hilf Logen livricht iihi r </iV Tätipkait dvr Hvrma/tn C F "ankfurt Main im Tvrmin 1931 3. I^fineinenins «l«*r Not führte z >organi’-at ion. ZentraliKierun^ iftrn I.osr. nr Z«*ntrali>ie* ,iher Im*«I«*ii t et raurrvsurhs Ihirokrati-ioriuip timl Scliemati>ieriui<:. Hi« «I«»r Lo*r*» dir neue Aufpahe. vor allein den sogenannten ver 'rhi^mten Arn en des Mittelstandes mit Rat u ld Tat hrizit« «»teilen. Drsli^H» >\nr<le <la* hisheripe System lieber Betätigimg: der Sozialen- und' Inter? “< hii?“e «l«;r «Irci Frankfurter Logen aufgegebe F“ könnt«n weit iiher 100 hinzelfälle aii 't.md und ra. . 0 geineinnützige Anhalten und I jnrielitungen nr«*lle Arlieit Sti|id‘iidien. p Mirtag'tiselie i -(hau jii<lr«eh \\ erk«*n aiigel geineiii^rliafttiitzung“- \ns- «lein Mittelwirk-am unterstützt uerilen. Intensive killt auf l nterstiitzung von Studentep und Kiinstährung von cli-jüilisehen n d«*r Kunst- \nzalil von iT'ti^’ekte “ich lern durch persönliche Fülilungnahnie. Ge> ‘ßfiiniärf* Stärkung der akademi Frankfurt und* Friedherg u>w. r Künstler \Vnrde eine gröüere mft. Di»- Bibliothek der Heniann fioheü Los:«* wurih* uri ca. 75 Band«* verinehit. In za “chln““<‘n«‘ii un i offeneik Logen Mimlcn in Vo und irtschaft. Kunst. Loge, tin Ordens und der inneren Logk*narheit belfaü«*n. Politik v i«- Fragen <1 handelt. Zum Punkt ..Inner«* Arbeit7" spricht die Lnheri-Lou«* «li«* Ansicht, au-. <laC «lie Loge heu! Ireirhen ge* •trägen Zeit* 1 Jugend sog« nioin-chaft j-t. di«* Gemeinschaft zur Pflege jiüÜM-her G«**in mng. Auder Kr i*t Hahn-Stiftuhg uurde in die*< «len hohen Fei» eine Rudi«‘rung Söhn«* der Brii« rtagen «len 1twen verstorben« IL-rmann e eine \otin«-nM,hlich*> m Jahre an ■ Brüder je de* Br. Jakob XuUhaum über‘eicht. Die *r erhielten als Barmizwoh-Gepf henk je ein I.M-tnplar «l«*r IIiil»er-Ro*enzweigschen Bibelübersetzung. Br. Bi-iino Llkan wurde von «1er Loge mit/'Anfertigung eines Logen>i«*gils beauftragt, «las den Gedankt ii der ..Gepi«‘iii“chaft** sifditbar und künstlerisch wirksam aiis«lriirkt. Der I .ogcnkrsuch hat siLh gehoben und wies durch, schnillliche Anwesenheit von 74 Brüdern auf. Die Loge trat mit 2.6 Bindern in dep Termin ein und fählte nach Verlust durch Tod. Austj'itt und nach Neuauf lahme von 11 .Brüdern einei Bestand von 267 Brüdern. Jnhoh-Ht rzrLopc, Xürnherfc. Br. Lxpr. Siegfried Strauß von der Maiinc nides-Loge, Nürnberg, widmete namens dtvr Großloge den aasscheidenden Beamten des Termins 1931/132 herzliche Worte de« Abschieds. Das vergangene Jahr sei für die im November 1921 gegründete Jakoh-Herz-Loge ein Jubiläumsjahr, für das man bewußt die früheren Präsidenten und besonders bewährte frühere Beamte aus dem Bruderkreis gewählt habe. In diesem Gremium habe sich Br. Pr. Freudenthal gemäß dem in der Festschrift c.ur Installationsfeier der Jakoh-Herz-Loge auf ihren Namenspatron Jakob Herz, angewandten Wort von Ranke: ..Keine Lehre begehrt die ^elt. sondern eine große Persönlichkeit-* als die große Persönlichkeit erwiest-nj die durch ihre wissenschaftlichen Leistungen und vorbildliche Lebensführung ein Stolz des Ordens geworden und sich selbst ein Denkmal unvergänglicher Liebe und Treue in den Herzen aller derer gesetzt, die seine Persönlichkeit. Gesinnung und „Werke kennen. Sollte man jemals eine dritte Loge in Nürnberg gründen wollen, könnte ihr kein besserer Name gegeben werden als Max-Freudentbal-Loge. Ex priisiilenl llr. 1 lax G i ii s h e r g 60 Jahre.! 1 1872 — 29 Mai — 1932.! Br. Ginsberg hat sieb früh sozialen Aufgaben zugewandt. Bereits in jungen Jahren finden wir ihn in verschiedenen humanitären Vereinen rege mitarheiteii: so beispielsweise im Kuratorium der Erziehungsanstalt und Gartenbauschule hi Ahlem, im Veiein zur Förderung; der Bodenkultur unter den Juden, im A orstande der neu begründeten jüdischen Lesehalle und Bibliothek sowie im Repräsentantenkollegium unserer jüdischen Gemeinde. 1 Tm Jahre 1901 trat Br. G. in die Berthold-Auerhach- Loge ein. im Termin 1903 06 wurde er Präsident. Im Februar 1907 wurde er ins Generalkomitee und kurz darauf in den Geschäftsausschuß berufen. Er widmete sich vor allem der Frage der A r h e i t s n a c Ii w e i s e. Als langjähriger Vorsitzender des von den Berliner Logeiuhegründeten Vereins für Arbeitsnachw eis ging sein Streiten dahin, im ganzen deutschen Distrikt ein Netz von kostenlosen Stellenvermittlungen zu schaffen, um Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt besser regeln zu können. Cher diese Frage hat Br. Ginsberg im Februar 1909 im Generalkomitee in Gegenwart des Ordenspräsidenten Br. Adolf Kraus referiert. Durch die Energie des Br. Ginsberg ist auch im Jahre 1910 hei der Großloge ein Verband der Arbeitsnachweise begründet worden. dem sich ca. 70 Logen-Stellenvermittlungeii an geschlossen haben. Noch jetzt gilt Br. Ginsberg auf dem Ge- ' biete der Vi irtsebaftsfragen als zuverlässiger Berater, wie dies seine im Jahre 1930 in unserer 153. Generalkomitee- Sitzung gemachten Vorschläge zur Behebung der Wirtschaftsnot unter den Brüdern gezeigt haben. Mögen dem verehrten Jubilar im Kreise seiner Lieben noch viele Jahre erfolgreichen Schaffens beschieden sein! ßr. Expr. Felix Gohlmann. Leipzig, 50 Jahre. Br. Expr. Goldmann beging am 16. April seinen 5Ö. Geburtstag. Die ausgedehnte Tätigkeit des Jubilars in der Bekämpfung des Antisemitismus ist bekannt, ebenso seine schriftstellerischen und Vortragsleistungen. Neben und über dieser, geistigen Arbeit steht Br. Goldraanns unermüdliches aus warmem Menschentum und jüdisch-sozialem Pflichtgefühl liervorquellendes Wirken als Lehrer und Rabbiner. Dem Orden gehört er seit 1910 an; er ist Mitbegründer der Freiheit-Loge Oppeln, in der e/ auch das Amt des Präsidenten mehrere Termine bekleidete. Nach seiner Übersiedlung nach Leipzig schloß er sich der dortigen Loge an. Auf den Großlogentagungen hat er sich durch manche- Anregungen hervorgetan. Br. Goldmann ist der Beschluß betreffend Zugehörigkeit eines Bruders zu zwei Logen (außerordentliche t Mitgliedschaft) zu verdanken. In letzter Zeit ist er auch als \ ertreter der Großloge im deutschen Nationalkomitee zur Bekämpfung des -Mädchenhandels rege tätig. 50*