Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1930-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 11 - November
Date
1930-11-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6727475-6029149-6074837--2505-4869095
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Aus'der Tätigkeit des Hilfsvireins der Deutschen Juden. Es wurde beichicssen, das rumänische K u 11 u - werk -zu bewilligen und - einen größeren Beitrag für faobgewerbliche Ausbildun; zuzuführen. Von besonderer Wichtigkeit erscheint die Milwirkung des Hilfsvereins bei der Einrichtung einer zentralen Berufsberatungsstelle in Bukarest, die für die berufliche Umschichtung der rumänischen Juden angesichts der ’ trostl >sen wirtschaftlichen yerhältnisse Rumäniens von großer I Bedeutung zu werden jkerspricht. j Der Generalsekrctär Dr. M. Wischnlr-zer berichtete über Besprechungen, iie er vor kurzem in Genf wegen per Lage der rumänisches Juden h%tte, ferner über die Tagung der Permanenten Internationalen Konferenz für Wandeter» schütz, die am 11. und 12. September in Genf stattgefun len haf. Der Hilfsverein setzte sich mit ande nisationen für-die Reorganisation und Konferenz ein, .die in Anbetradit der* sch* i Probleme der Gegenwart von größter Arbeit privater Organisationen für Wand Wischnifzer nahm auch die Gelegenheit nationale Arbeitsamt über die derzeitige verzins zu informieren. Dem Hilfsäusschuß für jüdische Dur wurde, wie im Vorjahre, angesichts de; Durchwandererverkehrs durch Köln eine vention bewilligt. en jüdischen Orga- Konsolidierung der ierigen Migrations- Vichtigkeit für die ererschutz ist. Dr. wahr,' das Inter- Arbeit des Hilfsh«-anderer in Köln großen jüdischen ansehnliche Sub- Logenabende für auswärtige Logenjugend. (Vergl. die Notiz N|. 7 8 S. 138.) ’ Die drei Frankfurter Schwesternvereinigungen haben,seit Januar d. J. J-ogenabinde eingerichtet, um auswärtiger Logenjugend das Heimischirerden in Frankfurt zu erleichtern. Soweit Adressen bekannt sind, erfolgen schriftliche Einladungen zu den im Hause Jeiner Logen Schwester monatlich einmal stattfiijdenden Abenden. | Nach einfacher Bewirtung mit T<e und Gebäck wurden bisher^ musikalische und deklamatorische'Vorträge geboten, denen Sich ein mit Tanz endendes, gemütliches Beisammensein übenden erfolgten aus dem Kreise «feser anschloß. An drei Logenjugend kleine Referate. Die von] etwa 8—12 Uhr abends dauernden Veranstaltungen vereinigten bishcl 25-40 junge Leute, stets wird eine kleine Anzahl ortsansäßiger Logenjugepd zugezogen, und es kann freundschaftlicher und gesellschaftjicher Anschluß beobachtet werden, der auch zu gemeinsamen Ausflügen führt. Anmeldungen zu diesen Abenden werden an die Vorsitzende der Gemeinsamen Vermittlungsstelle, Frau Hansi Metz, Frankfurt'Main, Sophienstr. 30 erbeten. Die Judenfrage in den Süddeutschen Monatsheften. Die Sdiriftlein i die Septembernumn hebt hervor, daß Sep- Süddeutsdfe Monatshefte Heft 12. 27. Jahrgang, tember 1930, Müncien. i ng der «Süddeutschen Monatshefte^ hat er der »Judwnfrage« gewidmet] Sie rohl zum ersten Mal an einer Veröffentlichung Juden und] Antisemiten zusammen gearbeitet hätten. Die Aufsatzreihe bqginnt mit einem Bericht von Prof. Dr. Ismar El bogen über die »Wanderungen der Juden«. Elbogen bemerkt, daß die Wenderungen einen großen Teil der-jüdischen Geschichte ausfülh n und vielfach für die Menschen an 1 ihre Art entscheidend geworden seien. Er verfolgt diese Wanderungen vom Altertum bis zur Gegenwart und Schildtn die wirtschaftliche Nc tlage der Juden insbesondere inj allen Staaten des ehemaligen Zarenreiches. I Uebdr die zi itlistisdbc Bewegung schreibt Israel Cohen, der Generalsekretär der zionistischen Weltorganisation in London. Er behandelt die Vorgänger von Herzl,' das Auftreten Theodor Herzls selbst, die Kongresse, vor allem das' Baseler Programn, die Balfour*Deklaration, die Mandatserteilung an Grc ßbritannien vom 24. April 1920, die Bestätigung durch den Völkerbundsrat vom 24 Juli 1922, den Keren Hayessod und den Keren Kayemeth, die Besiedlung Palästinas und den »Jüdischen Vermittlungsdienst* xjewish Agency). Die Unzufriedenheit mit der Ausführung des Mandats durch die englische Regierung kommt in sehr gemäßigter Form zum Ausdrude. ‘ Den Zionismus in Deutschland behandelt Dr., Gerhard Holdheim. Für den Zionismus sei von jfher die Vereinbarkeit von jüdischem Nationalbewußisein und echter Staatsloyalität selbstverständlich gewesen. Dem, Erlebnis der Heimat und der Bindung an Sprache upd Kultur des Geburtslandes widerspreche n.cht die natürliche Tatsache des Blutszusammenhanges und das Vorhandensein nationaler Zukunftshoffnungen. Der Kampf des Zionismus richte sich gegen jene Juden, die ihr Tun und Lassjen auf die Wirkungen abstellten, d»e-~das Judentum bei der Umwelt erzielen könnte. Von der Tätigkeit des »CentralVereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens« berichtet Dl. Eva Reiehmanngehörten soziologisch zum Großbürgertum. Jungmann. 'Die Gründer des C. V. zum städtischen Bürgertum, vorwiegend Sie hätten geistesgeschichtlich diefreiheitlichen Ideen der bürgerlichen Staatsphiiosophie, die Gedanken der Aufklärung vertreten. Nach der naturrechtlichen Llrhre von der »Gleichheit alles dessen, was Menschenantljtz trägt,« habe der r deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens, der sich ausschließ- * lieh durch seine Religionszugehörigkeit von den übrigen deutschen Staatsbürger!: unterschied, durch seine religiöse Besonderheit nicht den geringsten Anlaß gegeben, als Deutscher l i 212

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.