Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/6727475-6029149-6074826--2340-4868937- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Jüdische Friedenssttuer. In Auswirkung der Kundgebung des »Jüdischen Fr edensbundes«, die am 12. Januar d. J. in der Berliner Hochschule für Musik stattfand, hat der Jüdische'Friedensbund, einer Anregupg von Professor Albert Einstein folgend, die Jüdische Gemeinschaft aufgerufen, den vom Friedensbund ausgearbeiteten Plan einer »Freiwilligen Jüdischen Friedensstcuer« in die Tat umzusetzen. Aus den breitesten Massen sollen Alt und Jung mirl—RM pro Person zur Friefensstzuer herangezogen werden. C. eine Präsidialsitzung des We Judentum statt, bei dei jüdischen Liberalismus, wie Mattuck, Miß Lily Montagu Kammergerichtsrat Woltf u. Die türkische Regierung Jiches Hygiene-Institut Na sie sih, die Organisation lehrten Dr. B Feieraben heitsamt anzuvertrauen. Regierung hat Dr. Feierabe auf dem Gebiet der Serumden Ruf des türkischen Min steriums angenommen. tverbandes für das-liberale führende Persönlichkeiten des Heinrich Stern-Berlin, Rabbiner London, Dr. Vogelstein-Breslau, bedeutsame Referate erstatteten. errihtet in Angora ein staath, längeren Beratungen entschloß c es Instituts dem jüdischen Gc- I. vom Prager staatlichen Gesuhd- Mit Erlaubnis der tschechischen' d, eine internationale Kapazität and sonstigen HeilstofFerzeugung, Aus Ostpreußen Und Verwüstungen j ü d i*s che ' seit Beendigung des Weltfc updsicbzig jüdische Friedhö "ranken kamen Nachrichten .Friedhöfe. Nunmehr ieges im Deutschen Reich n e geschändet worden! von sind Die Berliner Jüdische C emeinde veranstaltete zugunsten des Wohlfahrrs- und Jugei damtes im Tempel Oranienburgerstraße ein Sy nagogenk Mi zer t, das zu einem gesellschaftlichen Ereignis wurde. Kammersänger Jadlowker sang, Professor Einstein und Profestor Alfred Lewandowsky spielten Violin-Werke von Bach ui J Hände'. Der österreichische Bundespräsident Miklas verlieh dem Präsidenten der 'Wiener AloisPick, die -höchste »Ehrenzeichen der Republ k reich!sehen Staat«. i iraelit, Kultusgemeinde, Professor staatliche Auszeichnung, das große für Verdienste um den öster- Der preußische Lande: rabbinat mit. dem Sitz verband jüdischer Gemeinden richtete für die westfälisd len Gemeinden ein Bezirks- Lord Jfeading (früherSir RufusIsaacs.) De Verewigte, eine am englischen Hofe sehr angesehene Persönlichkeit, hat sich im jüdisdhen sozialen! Leben Englands in betätige. Sie wari eine Schwägerin des Chirurgen Israel, j— Der König von England kondolierte in einem Handschreiben. — Die Beerdigurg fand auf dem jüdisdtjen Friedhof Hope Lane statt. aufopfernder Weise bekannten Berliner ^es bayrischen Landtags nahm etäubungsJose Schlachten fund somit rituelles Schächten Der Verfassungsausschuß einen Gesetzentwurf an, der das l unter Verbot und Strafe stellt I unmöglich macht. Namhafte JJuriiten sind der Meinung, daß diese Rechts-Materie der Reidisgesetzgebuug unterliegt, und daß die zuständigen Reichsinstlanzen sich noch mit der Entscheidung der bayrischen Körperschaften befassen müßten. In Baden wurde ein na ionalsozialistischer Antrag auf Verbot des Schährtens abgelel nt. Die württembergische israelitische Bundesversammlung trat zu einer Sitzung zusamnen und feierte bei dieser Gelegenheit das hundertjährige Be stehen ihrer Organisation. « Im ehemaligen preußisd en Herrenhaus zu Berlin fand jltf der Repräsentanten Versammlung der Berliner jüdischen Gemeinde fand die große Etats-Beratung 'statt. In einer wichtigen Berichts- -und . Programmrede dem Rundfunksender Königswuster- Sender übertragene Grenzen der staats- Als Redner pole- Ipete Senatspräsident sitzende, Direktor Kareski, ein erschütterndes Bild von detj Wirtschaftsnot der deutschen Juden und der Entwurzelung ihres Mittel- und Angestelltenstandes. ' | In Berlin fand vor hajusen eine auf verschiedene deutsche öffentliche Diskussion über das Thema : bürgerlichen Freiheit der Beamten« statt mjsirrten der deutschnationale Abgeord Dy, Deerberg und der Ministerialdirektoi Dr. Badt, Mitglied der sozialdemokratischen Partei. Im Ver auf der interessanten Diskussion wurde auch eine recht bösaitige und leichtfertige ahtisemitische Entgleisung des jetzigen thüringischen Ministers Reick von beiden Seiten angeprangert. Der neuernannte Intendant des Koöurger Stadttheaters, ftteri* von Kutzschenbach, hat für die ihm unterstellte -Bühne eiine öffentliche Engagementsaufforderunf erlassen, in der er erklärt, daß nur »Schauspieler deutsche:' Staatsangehörigkeit c^nd christlicher Konfession« in Frage kä nen. Auch ziemlich y eit rechtsstehende Zeitungen bemerkten Artiger Affront zum mindesten neu und dei, und daß man im 20. Jahrhundert Küi entwarf der Vor- Kunst und nicht nach ihrer Konfession f agen soll«. hierzu, daß ein derjedenfalls deplaziert stier nur nach ihrer Die Vereinigung für das liberale Judentum hielt in Breslau unter dem Vorsitz von Heinri h Stern-Berlin eine [Tagung ab Verschiedene Fragen der Organisation, der Re formen, der öffentlidTen Wirksamkeit gehend erörtert. Das belgischeKönigspaartiitt im Frühling dies« 'Jahres eine'sechswöchige Palästina Kpnigspaar hat Paul Hymans, den belgi ichen Außenministei |utld früheren belgischen Gesandten in London, einen über izeujten Juden, ersucht, sie auf dieser Re Henry Ford, der amerikanische Automobilkönig, h in Borken ein. Am 30. Januar starb 61 jährig in London Lady R e a d i n g, die Gattin dfs früheren Vizekönigs von Indien | jetzt zuni zweiten Mal eine Erklärung n amerikanischen Zeitungen abdrucken lassen, nichts mehr mit j dem Antisemitismus i möchte. Das unter seinem Namen e schienene, in viel| I Sprachen übersetzte und' oft aufgelegte L uch: »Der intern; | tionale Jude« stamme gar nitht£von ihm, feine Sammlung judenfeindiieher Artikel , ihm herausgegebenen Zeitung »Dearborn erklärte, daß er sich jetzt in keiner W|eise mehr mit jen^n , Pamphleten Identifizieren möchte. i I i Die Londoner Royal Medical ASSoc iaiion hat den b<: rühmten jüdischen Ohrenarzt Professor Heinrich Neuman i, I Leiter der staatlichen Wiener Ohrenktiiik, zu fachwissci« schaftlichen Gastvorträgen nach London eingeladen. Professor — hs — s. w wurden ein-p Rei Dat se zu begleiten. J sämtlichen großen nach welcher er schaffen h iben sondern sei lediglicj sus der früher vo Independent«. Fogd