Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Amerikasind nach den An' Forsebungsstätten eingerithle Der bekannte iiliilosc Universität Prof, Joilas Cc 60. Geburtstag. Verschiec und kulturphilosophischei^ Standard-Werke neuzeitlic in Görlitz geboren., Sei endeter Sprache gesthrief gemein vcrjtä*dli lesungen in Freibart müsa abgehalten werden, jda sie sucht werden. > Weisungen Professor Sdiwarzmanns t worden. phie -Ordinarius der Freiburger hn feierte am 1. Dezember seinen lene pädagogischen, psychologischen Bücher; des Gelehrten gelten als Philosophie. Cohn wurde 1869 Bücher sind in küpstlerisch-voll- und zeichnen sich durch All-, h k e i t aus. Einige seiner Vorstets jm Auditorium maximum m Hörern aller Fakultäten be¬ Die von der -österreichischen Regierung’gestiftete Adlerplakette wurde vom.- österreichischen Bundespräsidenten dem Rekord-Segel-Flieger Robert Kronfeld in Wien verliehen. Die internationale ^Jjronautische Zeitschrift rühmte Kronfeld als einen der kühhsten und erfolgreichsten Flieger der Gegenwart. Kronfejd, Studierender des 'Wiener Polytechnikums, ist Leiter des,-Wiener jüdischen Sportvereins. Daniel Prenn erspi Tournier 1929 das Cha4 der We I tmeistersc c Ite sich im europäischen Tennispionat Tbn Europa. Er steht in i a f t somit jetzt an dritter Stelle. In Wien starb im Älter, von 84 fahren der Leiter der Parlaments-Presse-Stelle EmanueL Edler von Singer. Er hieß ursprünglich Mendel Singer, stimmte aus einer kleinen mährischen Gemeinde u|nd wurde wegen seiner Verdienste vom Kaiser Franz Josep^i in den Adelsstand erhoben. *i : Auf Einladung der ijeutschen Vorderasiatisch-Aegyplischen Gesellschaft hielt der jüdische Gelehrte Prof. A S. yahuda <von der Londoner Universität) einen Vortrag in„ der Berliner Universität überj den Einfluß des Ägyptischen auf Sprache und Stil des Peotatcudis. Nach dem Vortrag kam es zu lebhaften Aussprachen, an der vor allem die Berliner Ordinarien Professor Sellin und Bertholet teilnahmen- Dr. Yahoda wurde dann'in; Berlin außerordentlich gefeiert In Königsberg i Pry starb 71 jährig am 6. Dezember der berühmte Sexualforsdietl und Dermatologe Prof.'Dr. Samuel Jessner. Außer wertvollen wissenschaftlichen Werken hat ' | der Verstorbenem einige tiefsinnige, sprachschöne Werke über den Sinn der Liebe und über den Zwiespalt der Geschlechter u. s. w. geschrieben. l£r war auch zehn Jahre Stadtverordneter von Königsberg Ind zeigte reges Interesse für Kunst- Fragen aller Art. Er jwar Schwiegervater des Berliner Generalintendanten Prof. Leopold Jessner und Vater des Könjgsberger Intendanten Dr.l Fritz Jessner. Die bekannte Berliner Historikerin Dr. Selma Stern, Gattin des Heidelberger Ordinarius für Geschichte frof. Dr. Eugen Täubler, die sßion vor dem Kriege durch ihr großes wissenschaftliches Werlj »Der preußische Staat und die Juden« ihre Bedeutung legitimiert hatte, veröffentlichte ein Umfangreiches, rein-wissenschaftliches Werk über din unglücklichen 1738 in Stuttgart hingerichteten Geheimen Hinanzrat Joseph Süß Oppenheimer. Das abschließende, lediglich auf Urkunden und Aktenstücken fußende Buch der Gelehrtin ist eine uni widerlegliche Darstellung des Lebens jenes einst berühmten Mannes, der bisher hauptsächlich aus den Dichtungen/vop Wilhelm Hauff und Lion Feucfatwanger bekannt ist. Im »Vorwärts«, dem Berlider Zentralorgan der Sozialdemokratie, wurde von Karl Kautsky einerseits und Eduatd Bernstein andrerseits eine interessante Polemik über den Zionia - mus, seine Ziele und Aussichten geführt, (vgl. die Nummeini des Vorwärts vogi 4. und 6. Oktober, 3. und 8. Dezember 1929.) Der bekannte jüdische Philanthrop ChaimiEitingon feierte am 17. Dezember in Leipzig seinen 70. Geburtstag. Der.- durchaus nicht judenfreundliche — LeipzigÄr Stadtrat ehite das gemeinnützige Wirken des Mannes, der schöne Krankeihäuser usw. aus seinen Mitteln gebaut haf, indem er eil neue Straße nach ihm »Eitingon-Straßc« nannte. Dr. honoris causa Wilhelm Kleemann, Direktor der Dresdener Bank, der in vielen jüdischen gemeindlichen sozialen Institutionen an führender Stelle steht, vollende am 17. Dezember sein 60.' Lebensjahr. J und te Vom 14. bis 16. Dezember tagten in Berlin Hauptvörstand, Arbeitsausschuß und Verwaltungsausschuß des Central- Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaübens. Wichtige Beschlüsse mit Bezug auf Bekämpfung des nationalsotialistischen Terrors wurden gefaßt, eingehende Referate über die Technik der Einzelarbeit wurden gehalten. - . * . * Bei Ausschachtungsarbeiten in Wormsi fand man plte jüdische Grabsteine, aus denen hervorgeht, daß um 1000 nach Christi dort bereits eine größere jüdische Gemeinde gelebt iiat. * Der Nobelpreisträger Thomas Mano arbeitet an einem großen biblischen Roman »Josef und seine j Brüder«. Er las am 20. Dezember in Berlin zugunsten der {jüdischen Alttrshilfe aus dem ersten Teil des noch unvollendeten Werkes ror. Am 24. Dezember wurde einer der! ersten Verleger Deutschlands, Samuel Fischer, dem u. a. l|>sen, Hauptmann und Tolstoi ihre Verbreitung in Deutschland verdanken, 70 Jahre alt. Der deutsche Reichskanzler gratulierte in einem herzlichen Schreiben.! \ Zum Volkskommissar für Finanzwesen in Sowjetrußland wurde eine Jüdin, Frl. Dr. Wera Jakowlewa ernannt. Die Dame ist 44 Jahre alt, entstammt einen alteingesessenen, jüdischen, gutbürgerlichen Familie und war jahrelang erste Assistentin des bisherigen russischen Finpnzministers. Die von ihr bisher bewältigte Arbeitsleistung Woll, wie Stalin in der Sowjetvertreter-Sitzung am 19. 12. erklärte, ganz außerordentlich sein. I | 14