Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6727475-6029149-6074821--2292-4868891- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Briefe an den O.B.B. Von Br. Expräsidept S. Levi-MainZ erhalten wir fol« genden beachtenswerten i Hinweg, den er auch in der Gene» ralkomitee-Sitzung vom! 24. 11 1929 berührt hat: Gebeberditschaf 11 Die Logeneinrichtungen auf dem Gebiete des Wohlfahrtswesens leiden alfenthalbei Not und sind in der Entfaltung -und in der Auswirkung ihrer Ziele behindert (Altersheime,' KindererholungOheime ec). Die Verkümmerung der Leistungsfähigkeit könate möj Ikhetweise dadurch behoben werden, daß man die Institutio len der Einzellogen bezw. der CogenVerbände der Gesamtheit der deutschen Brüder nahebringt. Es gibt Brüder, die besonderes Interesse für Altersfürsorge haben, änderet Brüdern liegt Jugendfürsorge mehr am Herzen/ in ihrer nädisten ^lähe sind Einrichtungen ihres Interessekreises nicht vorhanden. Wenn die Gesamtheit der Brüder des deutschen Distriktes sozusagen eine einzige Arbeitsgemeinschaft oder Interessengemeinschaft bildet, dann werden möglicherweise jWittel für .spezielle- Einrichtungen audi aus entlegeneren Gebieten unseres Distrikts mobil ge-1 macht werden können. Selbstverständlich müßte auf irgendeine Weis; auch ein Mitbestimmungsrecht für solche Spender odee Stifter zugebilligt werden. Die Logeneinrichtungen könnten dadurch Förderung erfahren und die brüderliche Verbundenheit empfängt einen Impuls über Lokal- und Verbandsgrenzen hinweg. * Ausführung der Maaser-Formel. Br. Tuteur, Marcus Horevitz-Loge, teil! uns mit, daß in. seiner Loge die Maaser-Formel von Br. Mentor gesprochen wird, unmittelbar nachdem der Vizepräsident die Einleitung des Logenschlusses beendet hat, also kurz vor den Schlußworten des Präsidenten. Insbesondere wird an das Maaser : erinnert bei folgenden Gelegenheiten: Installation der Beamten, Einführung neuer Brüder, erste Sitzung nach den großen Ferien, Besuch von Vertretern der hochwürdigen Großloge, Stiftungsfest. Aus dem Büro! der Großtoge. Zum 10 jährigenTodestage von Br. Fenchel am 25. Dezeibberj 1929. Aus Anlaß der Wiederkehr des 10 jährigen Todestages des Begründers unseres Bundes in Deutschland und ersten Groß Präsidenten brachte die Monatsschrift der Berliner Logen ein Gedenkblatt aus der Feder des Br. Josef Hirsch, des derzeitige^' Präsidenten der Julias Fenchel-Loge, Berlin. Darin erinneft Br. Hirsch an Ereignisse und Tatsachen aus dem Leben, Fenchels, an seine ziglbewußten Bemühungen bei der Verpflanzung des Ofdens nach Deutschland, die die vorbildliche ftersönlichkeir Fenchels fcharf hervortreten lassen Sonntag, den 221 Dezember ^1929, in der Nähe des Todestages, besuchte cjine Anzahl von Brüdern, unter ihnen Br. Präsident Loeb des G. A. das Grab heit jlr. Oberkantort Wilhelm rachamim sprach. hole Auerbach-Log^) und Mitglieder ies Br. Fenchel, bei welcher Gelegen- Friedmann das El mole Alfred Wittenberg;50 Jahre. Bf. Alfred Wittenberg wurde .am 14. Januar 1880 in Breslau geboren. Schon früh Klavier Und Geige spielend, trat er bereits als achtjähriger Knabe in öffentlichen Konzerten auf. Mit 15. Jahren“ kam er a^ch Bplin zu Joachim, der ihn unter seine Lieblingsschüler ^inremte. Große Begabung und großer Fleiß verschafften dem jungen Künstler den Mendelssohn- Preis und brachten ihm als Solist "im In- und Ausland in großen Symphoniekonzerten unter Mengelbach, Nikisch, Steinbach, Strauß, Bruno Raiter große Erfolge. Als Meisterleistung gilt Wittenbergs (Wiedergabe des großen Vlolin» solos in Mahlers VL Symphobie bei ihrer Erstaufführung unter persönlicher Leitung [des Komponisten. Joseph Joachims langep Krankenlager veranlaßte die Berufung Wittenbergs zur Vertretung.in der Lehrtätigkeit seines erkrankten Lehrers, tAid njur die allzu große Bescheidenheit und die Pflicht zur Teilnahme am Kriege verhinderten seine Nachfolge auf Joachim als[ Lehrer an der Hochschule. { Bekannt ist Wittenbergs Vereinigung zum Triospiel mit Schnabel und Hekking, dem eine eigene Quartett-Gründung in Breslau folgte, und schließlich sein berühmtes Trio mit den Professorin Mayer-Mahr und Heinrich Grünfeld, den jetzt der reichbegabte Cellist Josef Schuster ersetzt. Wittenbergs Bestreben zielte darauf ab, klassische Musik der großen Volksmasse zugänglich zu machen. In Gemeinschaft mit den genannten Mayer-Mahr und Grünfeld gewann er in Volkskunst-Abenden erhebende Eindrücke von der Andacht, mit der das Volk diese Musik aufnahm. Es zeigte sich, daß selbst schwerste Kompositionen spontanen Beifall auslösten, und hieraus besonders der Großindustrie die Aufgabe erwachse, derartige Abende für ihre Arbeiter einzu führen, wie die Großindustrie - von Wolffeh bei Bitterfeld bereits mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Wittenbergs Wirken auch im Sinne des (Ordens beweist seine stete Bereitwilligkeit während des Krieges und in der schweren Nachkriegszeit seine Kunst in den Dienst der leidenden Menschheit zu stellen. In vielen Lazaretten richtete er die Verwundeten auf und in unzähligen Veranstaltungen des Roten Kreuzes und des Nationalen Fraueindienstes wirkte er im Interesse der Hilfsbedürftigen. Wir sprechen Br. Wittenberg unsere herzlichsten Glück' wünsche aus. Für das Großlogenarchiv suchen wir folgende Nummern unserer Großlogenzeitung: Jahrgang 1919 Nr. 7 und Festnumnoer „ 1920 Nr,. 9 „ 1921 Nr. 3/4 und Nr. 12; „ 1922 Nr. 3 und Nr. 4/5 i >, 1923 Nr. 3/4, Nr. 9/10 und Festnummer „ 1924 Nr. 3/4 „ 1927 Nr. 4, Nr. 6/7 und Nr. 12 „ 1928 Nr. 1 Die lieben Brüder werden gebeten, ihnen entbehrliche Exen» plare uns zuzusenden. (jjroßloge VIII. — 12 — 12