Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1930-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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von diesen Fehlern nicht durchweg freihalten und auf Grund nicht einwandfrei gewonnenen und bearbeiteten Materials leicht in Uebertreibungen oder unangebrachte Beschönigungen verfallen. Mit der Behandlung! bevölkerungspolitischer Probleme beginnt die statistische Kommission ihre Arbeit, weil diese die Grundlage für andere Forschungen auf den Gebiete^ der Kultur-, Moral-, Sozial«, Wohlfabrts« und i Wirtschaftsstatistik der Juden bilden. Diese Arbeiten werden auch-auf Grund der gegebenen zahlenmäßigen Nachweise die einwandfreie Basis für praktische Arbeiten auf den genannten Gebieten geben. . Zu den vornehmsten Aufgaben des unabhängigen Ordens B. B. gehört es, j- und^ darauf wird im Ritual jeder Logensitzung hingewiesen — auf die Erhaltung und Fortentwicklung des jüdischen Stammes bedacht zu sein. Hier ist die Möglichkeit gegeben, auch praktisch für dieses; Ziel zu wirken. Es handelt sich um die Aufbringung von 7000 Mark, einer im Verhältnis zur Größe der Aufgabe und zur Zahl und Leistungsfähigkeit der Logenmitglieder wahrhaft geringen Summe, zumal es sich nur um einen einmaligen Beitrag handelt. Die Logen sollten nicht an dieser Möglichkeit vorübergehen, die Ordensideale erfüllen zu können. Sie besitzen ja in den meisten Fällen Fonds für soziale, geistige und kulturelle Zwecke und subventionieren Institutionen der verschiedensten Art im Inland und Ausland. Wenn sie nunmehr daran gehen, die nodeidende jüdische Statistik zu fordern, leisten sie eine Aufgabe, die ^bensöwohl der Wissenschaft dient, wie sie von eminent praktischer Bedeutung ist. Die Logen werden alsdann i von dem befriedigenden Bewußtsein beseelt sein, zum Zustandekommen dieses die Zwecke! der Logen und das Interesse der gesamten deutschen Juden berührenden Werkes nach Kräften beigetragen zü haben. Ludwig Btym. Der Maler Ludwig seinen Wohnsitz in Paläst kurzem eine Ausstellung seiner Werke in, Berlin. Den von dem Künstler uns freundlichst zur Ver-f fügung gestellten. Aus führungen über seinei Lebensgang und sein Schaffen entnehmen wir folgende Notizen: Blum ist 1891 m Lösch-Brünn (Mähren) geboren. Er begann seine „ .1 Studien in Wien^ machte* den Weltkrieg uin der österreichischen Ai mee mit. Nach dieser Zeit ein Jahr Besuch der Meister! schule - an der 'Frager Akademie der bildenden Künste. 1920—21 Auf^ enthalt in Holland, danji Belgien,' England, PariL Reisen in Spanien,"Italiep und Aegypten. Blum, der seit 1923 na hat, veranstaltete vor Ludwig Blum: Junger Beduinenscheich (Gemälde). Ausstellung: Neue Kunsthandlung, Berlin W 62 j— 10. J— . Von den malerischen Reizen Palästinas gefangengenommen, beschloß er seinen ständigen Wohnsitz daselbst aufzuschlagen. — Das Dasein des Malers in Palästina ist nach seinen Empfindungen von doppelter Bedeutung. Abgesehen von seinen 'pittoresken Verlockungen, hat ( i dies Land den großen Reiz der Neuheit in der Malerei- Palästina besitzt keine Tradition in dieser Kunst. So erwacht für den eingewanderten Maler die große Aufgabe, in die Eigenart des Landes einzudringen und die ihm eigentümlichen Merkmale, das Licht, Wärme, die typische Atmosphäre, das Kolorit etc. im Bilde wiederzugeben. Nicht die Wiedergabe des Gegenstandes, sondern die Art