Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1928 (1928)
- Issue
- Juni/Juli (6.1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- Seite 39 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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wackerer Brüder im besten Mannesalter durch den Tb verloren. Die Neuwerbung, die bei uns sehr stark i gesetzt hat, bringt uns wieder junge Kräfte, a >er gute alt^ Stamm der Qründer schrumpft mehr uni tn zusammen. . Der Besuch der Loge hält sich in gleichem Uahnie wie bei allen anderen deutschen. Logen. Im Verhält}»! zur Zahl der Brüder ist er nicht stärker, sondert schwächer geworden. Bedauerlich ist vor allem, wie oben angedeutet, geistig potente Brüder einfai h wi bleiben,-weil sie meinen, es werde nicht genug Ho:h geistiges geschaffen, anstatt 'cfaß sie ihrerseits beige! er und das, was sie auszusetzen haben, durch tätige arbeit zp verbessern bestrebt sind. Dr. Gun zenhauser, fxpr, r Manuel Joel-Loge, Breslau. Aus dem Bericht über den Termin 1927/28 von Bf. pfot. Sekretär Dr. Joseph Freund. Die Manuel Joel-Loge hat unter ihrem Präsidentien, Br. Dt. Isidor Friedeberg, eiir arbeitsreiches und in mannigfacher Beziehung interessantes Jahr verlebt. Es ■ fanden 30'geschlossene Sitzungen und ,6 offene L/>gen statt. Die geschlossenen Sitzungen waren durchschnittlich von 83-Brüdern unserer Loge besucht.. Ein vom |wi rd. Präsidenten eingesetzter Werbe-Ausschuff hat 45 Brüder aufgesucht mit dem Erfolg,-daß 20 von ihnen seitdem die Loge öfters und weitere 20, die häufig o •tsabwesend sind, sie mindestens einmal besucht laten. Von den verbleibenden 5 schieden 2 aus der Loge jus. ln jeder Sitzung mit Ausnahme derer, die der Beratung der neuen Statuten gewidmet oder die durch die Einführung neuer Brüder ausgefüllt waren, wurde ein Referat oder ein Vortrag gehalten. j Eine vom Präsidenten gestiftete,- von einem, bekannten hiesigen Künstler entworfene Gedenktafel machte die Namen der verstorbenen. Brüder, deren Jahrzeiti tag der betr. Logen-Sitzung, vorausging, allen Teilnehmern der Loge sichtbar. Am 22. und 29. Januar 1928 lief in dem eigens hierfür gemieteten Gloria-Palast vorm, der Film »Ein Freitagabend« (von der Zentral-Wohlfahrtsstelle der deutschen Juden}.1 Die einleitenden Vorträge hielten die BBr. Gustav Glaser und Dr. Czapski. Der Film lief beide Maid vor fast ausverkauftem Hause und brachte-einen Reingewinn von 227 M. Zu erwähnen wäre ferner der Ausflug nach Kloster Leubus, bei dem unter Führung des Kunstpflesjers S o b e k eine Besichtigung der dortigen Kunstscnätze vorgenommen wurde. I Der Präsident gedachte regelmäßig der aktuellen Ereignisse aus dem jüdischen Leben (jüdische Feier jage, Schwarzbart-Prozeß, Mak Liebermanns Geburtstag u Iv.a.) in häufig ausführlichen und tiefgründigen Betrachtungen. Besondere Beachtung wurde der Wohlfahrtspflege zuteil. Der Ausschuß für soziale Wohlfahrt hatte jede Woche in' der Loge einen 'Bericht zu erstatten. iDie Witwen-Pfleger hatten jeder einen für den Witweniund Waisen-Ausschuß bestimmten schriftlichen Bericht nijejlerzulegen. Auf den Wohlfahrtsfilm und den Vortraif|des Br. Glaser, Direktor des Wohlfahrtsamtes der Synagpgen- Gemeiade Breslau, muß auch in diesem Zusammenhänge hingewiesen werden. Die Brüder wurden mit wiederholt zur Mitarbeit im jüdischen Wohlfahrtsamt kufgeforderf. Das schönste Ergebnis dieser sozialen Bemühungen ist jedoch die Schaffung der Mensa academica durch die Manuel Joel-Loge, eine Gründung, welche einer, ganzen Anzahl von notleidenden jüdischen Studierenden einen dreien Mittagstisch gewährleistet und Schwestern und Brüdern der Loge erhöhte Gelegenheit zu sozialer Arbeit' bietet . Der Präsident errichtete am Schlüsse des Geschäftsjahres eine Stiftung von 1000 M. auf den Namen seiner verstorbenen Mutter, deren Zinsen an eine außerhalb des Logenkreises stehende jüdische Witwe mit unmündigen Kindern verteilt werden soll. Es fanden 12 gesellige Veranstaltungen statt. Der Loge gehörten bei Schluß des Geschäftsjahres 215 Brüder an. Wir hatten den Verlust von 5 Brüdern au beklagen. Mit Abgangskarte ausgeschieden ist 1 Bruder, ohne Abgangskarte 5 Brüder, neu aufgenommen wurden 6 Brüder. * Südwestdeutscher Logenverband. Aus dem Bericht der Brüder Präsident Stein und protokollierender Sekretär Löwenthal, Carl-Friedrich-Loge, über die Tagung vom 6. Mai-1928 in Landau. Br. Sommer. Pforzheim, vertritt die Oroßloge. Mit Rücksicht auf cjie bevorstehende Oeneralkomitee-Sitzung findet eine Fin^nzdebatte über den Etat der Oroßloge statt, nach deren Abschluß der Südwestdeutsche Logen verband sich gegen eine Erhöhung der Kopfbeiträge aus spricht. '; Zu den Wahlen für das Generalkomitee werden untej anderem folgende Richtlinien aufgestellt: Um einerseits die Stetigkeit der Geschäftsführung zi gewährleisten, andererseits aber auch um eine gleich mäßige Berücksichtigung der einzelnen Logen zu ermög liehen, soll ein Bruder in der Regel nicht länger als zwei Amtsperioden (3 Jahre) dem Grneraikomitee angehören. Bei künftigen Wahlvorschlägen sollen in erster Lini: solche Logen berücksichtigt werden, welche bisher noch keine Mitglieder ins Generalkomitee entsandt haben. Als Vorortloge für die Jahre 1928/30 wird die Augu« t Lamey-Loge, Mannheim, gewählt. Von der^Stuttgart-Loge wird unter anderem folgende Anregung gebracht: Was könnet wir tun, um der immer schwieriger werdenden Ben fswahl für alle erwerbstätigen Juden, b :i dem beständig durch die moderne Wirtschaftssihichtur g schwindenden Emährungsspielraum in den bisher durch die Wirtschaftsstruktur eine Domäne der Juden gewesene n Berufen, die richtigen Wege zu weisen, insbesonde f bezüglich des jüdischen Mittelstandes in Stadt und Lani. Hessischer Logenverband. Auf der Tagung des Hessischen Logenverbandes Frankfurt a. M. vom 13. Mai 1928, an der Br. Expräsidc nt 'Werner- Frankfurt a. M. als Vertreter der Großlo je teilnahm, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die Arbeiti der Jugendvereine soll in jeder Wese gefördert werden. 2. Für den Kulturfonds werden M. 2.— Kopfeteuer- ,| beitrag im Laufe dieses Jahres abgeführt. 3. Es wird eme Arbeitsgemeinschalt zur Regelung 11er sozialen Art eit gebildet, bestehend aus den Obmännern