Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1928)
- Date
- 1928-10-01
- Page
- Seite 173 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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I- Zahl der Einzelwerke{ Si mmelsdhriften sowie Zeitungen lind Zeitschriften, ii denen sich in der Neu zeit Juden uud^ ^jlichtjuden mit Wesen und Ge schichte des Judentums oder seiner Einzelerscheinungen befaßt od^r in feinplichemloder freundlichem Sinne auseinandeigesetzt haben, I kaum mehy nach Zehntausenden zahlbar. Und nimmt man endlich dazu die Werke der Belletristik,| in denen Juden und Nichtjuden in allen Sprachen der Welt sowie jn hebräischer und jiddische! Sprache versucht haben, jüdische Gestalten und jü iisches Leben erzählend ku beleuchten, alle jene Erzählungen, Novellen! Romane und dramatisch 'n Schöpfungen eines ßerthold Auerbach, Arot Bernstein, Leopold J<ompert, Salomon Kohn Karl Emil Franzos, Meyer A. Goldschmidt, Markus Lehmann, Israel Eangwill, Theodor Herzl, Mav I Nnrdaii. laknh Wassertpann, Max Brod, ’alliere, Abraham Mapu, J Scholem Alechem, Bialik u.ja., sol wifd man ver itehen, daß eine solche müchersammlung "Zehnausende von Werken auf« eist und daß z. B. die! Bibliothek der jüdischen Gemeinde Berlin einen Bücherbestand von tund 50 (00 Bänden haben kann, ohne doch den Anspruch der Vollständigkeit erheben ::u können. Der Nichteingeweihte wirdl wahrscheinlich meinen, daß aus diesen Bibliotheken unserer Gemeinden das Wissen und die Erkenntnis von uden und Judentum sich-in breitem Strom in die doch so zahlreich gewordene jüdisjhe Bevölkerung der Großstädte ergießt'. Es könnt« und sollte so rein. Aber leider ist es nicht danz so. Denn 'renn man die BenutzungszinFern der jüdischen Ge- 4 meindebibliotheken mit den jüdi: chen Bevölke.rungs Ziffern der Großstädte vergleich fest, daß, obwohl die Verleihun j Gemeindebibliotheken ganz: kost :nlos und mü mit erfolgt — jedes Gemeindemitgli wünschte Buch sofort erhalten tausenden von sofort ^zur Ha Büchern laden zur Benutzern nur erst ein verschwindend der Gemeindemitglieder von deutsamen kulturellen Einri macht. Das sollte in Zukunft jüdischen Bildung unserer jüdisch in Generation an ders werden Keiner sol|te sic man dannx stellt in allen jüdischen ielos gekann jedes und Lesdsäle d zunehmenden direkt, ein ginger Bru lieser höchst htung - Gebrauch im Interesse Max iNordau, Jakob Arnoljl Zlweig, Aime L. Gordon), J. L Perez, mit Genugtuung und Stol^ vor der jüdischen Gemeinde Kifcrtntni; von ihr vielleicht einmal zu, leset sondern jeder sollte den Büchei n bibliothek gegenüber die Stellun j Lessing mit Bezug auf Kljopstot cs Dicfitungeji jn di die poetische Formel gebrächt weniger erhoben, doch, fleißiger ge Gemeindebibliothek ist .nicht um nicht der Sammlung und Ätifbew \jom Judentum wegen da, sonder sein, sie will die Achtung' unc jüdischen Gemeinschaft dtjitch Leistung in die Massen neu festigen Es 'j jbleibt Abraham Geiger zur ElrÖffnunj Gemeindebibliothek schrieb: » meindebibliothek ‘ ist der lAtisdri für den Geist, welcher und waltet « , , «: im »Wir w ollen esen sein.« Eine trer selbst wllen, trung der Blicher sie will benutzt die Liebe Kenntnis t neintragen wahr, der Breslauer Ei te jüdische I Geck der Achtung ildentum Jüdische Gemeinjden | und jüdische Museen, Von Karl Sdivarz. I s ist noch nicht gar zu lange her, Baß den. kunstud kulfurgcsd ichtli les Judentums zu beschäftigen anfing, tel zum erstenmal in einer inj Jantu erschienenen Zeitschrift »Margarita«, dtließung aller Kulturgebiete 1er Juc en stellen wollte, es aber nicht ü >er die ei brachte. Es.verging überiein Ja lrzehnt, b -ondoncr Anglo-Jewisn Exhi >ition malig jüdische Kultgerät^ zu ei ter au : tellung vereinte und dadurch d; s allgc um Sammeln derartigen Objel te wa 895 gründete Wilhelm Stiassn r das ja: r 1 die n rseb me hri Vid rftan sich mit J Denkmäler n : iWort Kunst 874 in Berlin sich die Erzur Aufgabe >te Nummer s man in der London erstenden Ausnc Interesse ipf. Im Jahre ner jjüdische — 173 — dun l irn le« Museum, das von der Gesellschaft r Konservierung von Kunst undhistori des Judentums unterhalten imd »Mitteilungen zur jiidischenVpJfcsk sdiaftlich gefördert wird. Zut gleichet Matthias Berson ein Musen tj bei meinde in Warschau, zzwei äHre rektordefDüsseldorferKuns gewerb Fraiiberger, die Anregung zi| j- Grün I schalt zur'Erforschung jüdf^her Frankfurt ja. M., di,e in ihrcmjdreißjgj eineReihe wcrtvollerPublikati anen eine eigene Sammlung, vor all eim an hteil be« der damit begniigen, dieser Institution zu-nehmen und oder, zu sprechen, der Gemejndeeinriehmen,| die zur hrer .und was W; altete Sämmlnng und chenDenkmiilern ein Organ, die «, auch Wissen- Zeit begründete r jüdischen Gesäter gab der Di* museitms,Adolf ung der Gesell» Kijnstdcrtkmäler hrigen Bestehen ausgebracht ih,e und ichtigen Studien