Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1928
- Issue
- Nr. 8 - August (8.1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 122 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/6727475-6029143-6074774--1786-4868408- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
die Länder Türkei (u. a. Jos. Caro), Holland (u. a. Mengsse ben Israel). Italien (David Reubeni und Salomo Molchcr), Polen (.Saul Wahl, Chassidismus i,und vor allem Deutschland (u. a. Josel v. Rosheim, Fettmilchaufstand, Jud Süß, Glücket v. Hameln, Mendelssohn usf.) berühren, ihre-Aufgabe anregend und befehlend durchzuführen. Wir empfehlen das Werk von Höxter, das in keiner Logenbibliothek fehlen darf, aufs wärmste unseren Brüdern, und wünschender unermüdlichen Arbeit unseres Br. Höxter reichen Erfolg Expräsident Dr. Paul Lazarus-Wiesbaden. » Das Aprilheft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums beginnt mH einer Würdigung Hermann Cohens .(durch Dr. A. Lewkowitn anläßlich der tO. Wiederkehr seines Todestages und der Herausgabe seiner kleinen Schrillen durch' die Akademie für die Wissenschaft des ludenfums. Harold M. Wiener gftit eine eingehende, kritische L’ebersicht über die Literatur zum Pentateuch, 1. Elbogen eine-solche" über neue Werke zur- Geschichte der Geonim.( V. Aptowftzer hat einen wichtigen Beitrag zur vergleichenden Sagenforschung beigesteuert, Ch. Ahlbeck einen solchen zur Midrasch- Literatur. Völlig neues Licht auf das Grund werk der Kabbala wirft ein Aufsatz von- Dr. med. Preis über die Medizin im Sohar; der Verfasser verbindet mit der Beherrschung der Heilkunde gründliche Sprachkenntms, die ihn befähigt^ hat, aps den Quellen zu schöpfen, einzelnes hat Professor G. Scholem beigetragen. M Weißbergs Aufsatzreihe über die Aufklärung in Galizien gelangt in diesem Hefte zum Abschluß. - / Das Juniheft enthält . eine . Reihe wichtiger Aufsätze zur Bibelwissenschaft, ln durchaus gemeinverständ-. licher Weise berichtet Privatdozent Dr. Zoller; Oberrabbiner in Triest, über Ausgrabungen in Syrien und Palästina. H. M. Wiener sucht neue Wege zur Lösung dgr Schwierigkeiten in der Thora, die der neueren Bibelkritik den Anlaß zu ihrer Quellenscheidung gegeben haben. D2n Aufsätzen der früheren Hefte über die Geschichte der Juden in Bremen und in Aurictv schließt sich eine interessante Skizze des Rabbiners Dr. Posner über die Juden in Kiel an. S. J. Schulsobn gibt lehrreiche Einblicke in die Geschichte der österreichischen'Juden, insbesondere in der Bukowina, nach dem Erlaß der Toleranzverordnung Josefs II.; er konnte dabei noch Akten benutzen, die 1927 beim Brand des Wiener Justizpalastds untergegangen sind. . Der Morgen. Herausgegeben von Prof. Goldstein. — Philoverlag, Berlin. Das Juniheft (2. Heft) des IV- Jahrganges bringt einen sehr eingehenden Artikel jiber »Freud und -die Religion^ von Edgar Michaelis, ln einem meisterhaften Essay über Rachel Varnhägert entrollt Margarete Susman das Bild der - komplizierten romantischen Frau. Raimund Eberhard schreibt von seinem christlichen Standpunkt aus über die Beschneidung, die er als .ein Symbol heiliger Kultur, nicht eines sinnlichen Angst-Kultus bewundert Benjamin Segel veröffentlicht interessante Beobachtungen über die Geschichte des 19. Jahrhunderts unter dem Titel »Juden als unfreiwillige Werkzeuge der Weltpolitik». Prof. Alfred Grotte erörtert den Zusammenhang zwischen dom zweiten Gebote (»Du sollst dir kein Bildnis machen ...<) und der Entwicklung. der jüdischen Kunst und zeigt, wie verfehlt die Ansicht Gurlitts von der Kunstfeindlichkeit der Juden ist. Der Artikel von Hans Heinrich über »Geschichtsdeutung und Geschichtsbetrachtung« enthält den interessanten Gedanken, daß die Idee der Volksseele, aus deren Tiefe alles Geschehen eines Volkes quelle, die Konstruktion einer Geschichtsbetrachtung ist, deren metaphysisches Bedürfnis die bloß positivistische Methode nicht befriedigen könne. Das Heft enthält überdies Aufsätze, von Hans Loewenberg: »Soll die jüdische Jugend Bibellektüre treiben?«, von Bertha' Pappenheim über die jüdischen Kolonien in Sowjetrußland, vön Raul Lazarus, Felix Perles (Neuerscheinungen zur jüdischen Religionsgeschichte), Julius Goldstein (zwei treffliche Besprechungen über 'Herriegels Das neue Denken« ühd Leo Baecks »Judentum«) u.v.a. ’ « Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung versendet soeben das 14. Heft ihrer Zeitschrift, in dem u. a. Oberlehrer K 1 i b a n s k i aus dem Stammbaum der Familie B a d t nachweist, daß die mütterlichen Vorfahren des bekannten preußischen Ministerialdirektors B a d t schon vor 400 Jahren sowohl in der Provence, wie in Prag und an .anderen Orten als Rabbiner und Gelehrte eine bedeutende Rolle, gespielt haben. Dr. Lavoslav Schik, Rechtsanwalt in Zagreb, beendet seine. Darstellung der Familiengeschichte der Schiks, die mit der Geschichte der Wiener Judengemeinde im 17. Jahrhundert unlöslich verknüpft ist. Die bekannte Judenverfolgung resp. Ausweisung 1668 bewirkte, daß die Nachkommen dieser Familie sich über ganz Europa verstreuten. Der Zweig, dem der Verfasser angehört, hat in der Slowakei es allmählich zu derselben wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung gebracht, wie andere Familienmitglieder in Führt, Berlin und Mähren. Aeußerst interessant ist der in diesem Heft abgeschlossene Aufsatz von Arthuro tS a b über die| Namen der argentinischen.Juden, in denen sich russische, polnische und rumänische Sprachwurzeln wunderlich mit deutschen, englischen und spanischen mischen. * * Der fünfundvierzigste Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Berlin 1928, ist erschienen. Er enthält:.l. Jahresbericht .des Kuratoriums für 1927; II. »Der Numerus'im Problem der Sprachentstehung« von Dr. Harry Torczyner. ' I « Dem Jahresbericht des Rabbiner-Seminars zu Berlin für 1925, 1926, 1927 (56S6—88), erstattet vom Kuratorium, ist beigegeben eine wissenschaftliche Abhandlung von Dozent Dr. M. Auerbach: »Die Erzählung von den vier Gefangenen«. «< Festschrift zur Feier des 75 jährigen Bestehens des Israelitischen Krankenunterstützungsvereins Stuttgart, 21. April .1928, im Aufträge des Ausschusses verfaßt von Stadtrabbiner Dr. R i e g e r. Gedenkschrift zur Erinnerung an die Brüder Jesaia Strassburger s. A., Rabbiner in Ulm 1906—1915, Dr. Ferdinand Sttrassburger s. A., Rabbiner in Ulm 1916—1927, von Dr.'A. T ä n z e r, Rabbiner in Oöppingen, herausgegeben vom Israelitischen Vorsteheramte Ulm, 1928. £ 122