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Der Orden Bne Briss · 1928-02-01 · Nr. 2 - Februar (2.1928) · p. Seite 26

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1928
Issue
Nr. 2 - Februar (2.1928)
Date
1928-02-01
Page
Seite 26 (sequence 10)
Language
German
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»entbehrt glicht' einer gewissen Groteske, daß ich als Nicht-Jude einen Juden, einen Ostjuden, einen Dichter jiddischer Sprache in einer Zeitder Hochflut vö-kischer Belange einem deutschen jüdischen Publikum, näher zu bringen mich bemühe.« Rocker hat ungefähr 2 Jahrzehnte in England gelebt, so vielfach in ostjüdischerv Kreisen sich bewegend, daß er ihre Sprache — das Jiddisch — vollendet meistert. Ständig mehr zog es ihn zu diesen Menschen hin,, die hach seinen Worten mehr durch Kultur als durch .Zivilisation ausgezeichnet sind. - Hohe Achtung vor diesen Menschen war der Öewinn, den er für sein Leben aus diesem Verkehr zog. Mit tiefem Einfühlen sprach er von der Persönlichkeit des Dichters, der ihm' em Freund wurde, von seinem Wirken, von der Lebendigkeit seiner Gestalten und Bilder, vlon ostjüdischem Erleben, von Schicksalstragik, vpn Ihrer Utberwindung durch Religiosität der Seele, die nicht dogmatisch eingeengt ist. Br. Sternglass las Proben der Dichtungen, die in hochdeutscher Uebersetziing von Eddja Federn-Kohlhas im Druck vorliegen. Der1 Dichter selbst las eine chassidische Legende in Jiddisctji. Der Präsident zog das Fazit dejs Abends, der starken Widerhall auslöste, A. Gdt. -i . "i | *) Vergl. hierzu unter Bücherschauj, die Blesprechunji' über Samuel Lewins Buch »Zeitwende«!-! B’nai B’rith Magazine« Unsere Ordensleitung berichtet an erster Stelle des Bundesorgans von den großartigen Synagogenbauten, die ihr als eine kraftvolle Bekundung des in der amerikanischen Juden?/ >jpeit schwingenden Lebenswillens erscheinen. Die vorliegende Nummer bringt überraschende Mitteilungen über die Opferwilligkeit der Amerikaner. Allen voran leuchtet J o.h n D. Rockefellter, der soeben zwei Millionen Dollars für den Bau eines Archäologischen Museuifis in Jerusalem spendete. . Aus diesem gewaltigen Fonds sollen auch die Ausgrabungen im Heiligen Lande finanziert werden, von denen unser Orden eine Aufhellung der vorchristlichen Geschichte des jüdischen Volkes in Palästina erwartet. Inzwischen hat es die New Yorker jiddische Tageszeitung »Der T^g« unternommen, 100 000 Dollars, zur Unterhaltung^ eines Lehrstuhles für jiddische Sprache und Literatur an der Jerusalemer Universität aufzubringen. dr.Judah L. Magnes doziert dies Fach bereits seit (fern Beginn des Wintersemesters. Gleichzeitig beschloß der orthodoxjjüdische Gemeindebund bei seiner dreitägigen Session in New York die Aufbringung von 250000 Dollars, Aus Amerika. LXXVI. Dezbr. 1927. Union unternommen. Er besuchte hauptsächlich die Logen in Memphis und Nashviile (Tennessee), wo er zufällig der Feier' des B. B.-Tages beir wohnte. Am Freitagabend; sprach er i^n Tempel »Kinder Israel« in Memphis über das Thema »Meilensteine im jüdischen Lebert«,, d. h. er gab eine Entwicklung der jüdischen Geschichte voh den ältesten Zeiten bis auf* die Gegenwart. Die ganze Gemeinde war anwesend!! Am Sabbat vormittags sprach er in dejr Barop Hirsch-Syna? goge und eine Stunde später abermals! im Teml pel »Kinder Israel«. Sonntag mittags gab der Woodmount Country-Klubt dem Gäste| zu Ehren ein Frühstück; hierbei sprach Bf. Cohen übet die Leistungen des amerkanisch-jjüdischen Ge-i meindebundes. Als Vorsitzender desJ£üratoriums; des Rabbinerseminars in Cincinnati nahm der. Ordenspräsident an dem Werbefeldzug zur Aufbfingungdes Zweimillionenfonds zur Stärkung des jüdisch-traditionellen; Lebepä in Amerika teil. Am Sonntag abends) hielt Br. Cohen im jüdischen Verein junger Männer! in .Nashville! ein Referat über den Orden, wobei er den>glän-| zenden Eindruck, c|en diel europäischen Logen) auf ihn gemacht haben, gebührend würdigte Ein schöner Beweis für jdie Wirksamkeit und Werbekraft des B. B.-Gedankens is| die Tatsache, daß Memphis *unter 8000 Juden 11Ö0 Brßdef B. B. I*i un^das jüdische Schulwesen in der Union, zu heben. Unser Ordenspräsider\t, Br. Alfred M. Cohen, legt den Logen die Förderung' auf weist; die Gemeinde!in Nashville umfafit aller auf Erhaltung jüdischen Leberri abzielenden Bestrebungen als heilige Pflicht ans Herz. In der Berichtszeit hat der Ordenspräsident eine Inspektionsreise durch den Süden der 3000 Seelen, von denen 1000 dejm genannten Jungmännerverein angehören. ,j I > Um dem auffallenden; Mangel anAktk ns-; fähigkett des Ordens in hlew Yorjc abzuheffen,! — 26 - " I ' ' I

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